Panikattacken Schilddrüse

Du leidest unter Panikattacken und hast Schilddrüsenprobleme? Und Du hast den Verdacht, dass Deine Panikattacken von der Schilddrüse abhängig sind? Doch welche Wechselwirkungen gibt es genau? Und was lässt sich dagegen tun? Hier erfährst Du es!


Angststörung und Schilddrüse – welchen Zusammenhang gibt es?

Welche Auswirkungen hat eine Schilddrüsenunterfunktion eigentlich auf die Psyche? Hier möchte ich Dir einen kurzen Überblick über die Symptome geben:

Weinerlichkeit (Depressivität) Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
Benommenheit Reizbarkeit (alles scheint zuviel zu werden)
Nervosität (Schreckhaftigkeit) Ausgeprägte Ängstlichkeit (Panikattacken)
Schlafstörungen

Was hat die Schilddrüsenunterfunktion mit der Angst tun?

Die Schilddrüsenhormone weisen Eigenschaften auf, die unsere Psyche stark beeinflussen können. Und infolge der veränderten psychischen Grundstimmung ändert sich auch das Verhalten. Und so führen Störungen in Deinem Schilddrüsenhormonhaushalt zu teils sehr deutlichen Wesensveränderungen. Daher können Panikattacken Schilddrüse abhängig sein.

So wirst Du Dich vielleicht sehr häufig traurig und niedergeschlagen fühlen. Dir scheint jeder Lebensschwung zu fehlen, Du hast keine Freude mehr an sozialen Ereignissen. Vielleicht ziehst Du Dich stark zurück – und fühlst Dich umso einsamer und isolierter.

Panikattacken durch Schilddrüsenunterfunktion?

Was viele nicht wissen: Bei einer Erkrankung der Schilddrüse sind diese psychischen Symptome vor allem hormonell bedingt! Daher können auch Panikattacken durch eine Schilddrüsenunterfunktion hervorgerufen werden!

Was sind die Panikattacken Symptome?

So kann es sein, dass Du infolge Deiner Schilddrüsenunterfunktion folgende Symptome verspürst:

Schweißausbrüche Mundtrockenheit
Zittern oder Beben Atembeschwerden
Beklemmungsgefühl Schmerzen, Enge in der Brust
Übelkeit Schwindel, Schwäche, Unsicherheit
Angst vor einem Kontrollverlust Hitzegefühle oder Kälteschauer

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Angst und Panikattacken- was tun?

Was problematisch ist: Durch die Auswirkungen auf die Psyche wird eine Schilddrüsenerkrankung häufig als psychische Störung fehldiagnostiziert. Dies war auch bei mir so: Zu Beginn waren meine Blutwerte noch recht unauffällig. Und nur wenige Symptome waren vorhanden. Hinzu kam, dass die psychischen Symptome meinen organischen Beschwerden vorausging.

Kein Wunder also, dass der Arzt das Problem zunächst nicht erkannte. Und so litt ich lange Zeit an starken Stimmungsschwankungen, großen Angstzuständen und immer wieder an Depressionen.

Ich fühlte mich schlapp, lustlos und lethargisch. Hinzu kamen eben die Panikattacken, was bei mir einen starken sozialen Rückzug bewirkte. Schließlich wurde mir ein Antidepressivum verschrieben, was jedoch auch nicht wirkte. Auch hierfür war übrigens meine Unterfunktion verantwortlich.

Angst und Panikstörung – welche Tipps gibt es?

Bei vielen ist es zudem so, dass die Schilddrüsenerkrankung erst in besonderen Situationen ausbricht. Zum Beispiel in einer Schwangerschaft oder nach einer Entbindung. Dann sind die Schilddrüsenantikörperwerte nämlich höher, so dass sich eine Funktionsstörung entwickeln kann. Hier kann ein genauer Test helfen.

Viele Krankheitssymptome sind zudem nur schwach ausgeprägt. Daher werden sie lange nicht ernst genug genommen. Oder als Befindlichkeitsstörung abgetan – das habe ich ebenfalls erlebt.

Welche Behandlung ist bei einer Schilddrüsenunterfunktion hilfreich?

Doch wie kann eine Schilddrüsenunterfunktion nun am besten behandelt werden? Eine psychologische Behandlung ist meist nicht sinnvoll. Denn die Symptome bilden sich durch eine Therapie mit Schilddrüsenhormonen meist ganz zurück.

Denn Krankheiten im Zusammenhang mit der Schilddrüse sind KEINE psychischen oder psychosomatischen Krankheiten! Sie werden also nicht durch Stress, bestimmte Kindheitserlebnisse oder falsche innere Grundhaltungen ausgelöst!

Besser ist da eine wirksame Schilddrüsenhormon-Behandlung durch den Arzt. Dieser sollte jedoch viel Verständnis für diese Erkrankung aufbringen und dem Betroffenen immer wieder Mut machen. Bei mir hat es einige Zeit gedauert, bis ich solch einen Arzt gefunden hatte.

Was solltes Du noch zu diesem Thema wissen?

Vorher wurden mir zudem immer wieder Psychopharmaka verschrieben, die meinen Schilddrüsenhormonstoffwechsel beeinflussten. Dadurch hat sich meine Symptomatik erst recht verstärkt. Dazu gehören:

  • trizyklische Antidepressiva
  • antipsychotisch wirksame Phenothiazine

Warum das so ist? Diese Medikamente hemmen die Aufnahme von Jodid und weitere wichtige Stoffwechselprozesse. Daher sollte vor JEDER Verordnung solcher Medikamente eine gründliche Untersuchung auch der Schilddrüse erfolgen.

Wie lautet das Fazit?

Wer unter einer Schilddrüsenunterfunktion leidet, der hat oft auch starke psychische Symptome. Diese sind unglaublich belastend. Zumal die Betroffenen sich kaum wiedererkennen, von vielen Selbstzweifeln geplagt sind und oft hilflos zusehen, wie das eigene Leben mehr und mehr entgleitet.

Wenn dann noch seitens des Arztes eine Fehldiagnose gestellt wird, ist dies umso belastender. Denn eine Schilddrüsenunterfunktion kann sehr häufig Panikattacken auslösen – wird das jedoch nicht erkannt, kann das fatal sein.

Denn in diesem Fall handelt es sich eben NICHT um eine psychische Störung, die am besten mit einer Therapie behandelt werden sollte. Vielmehr ist da eine Schilddrüsenhormon-Behandlung durch einen guten und verständnisvollen Arzt die beste Therapie!

Daher sollte bei solchen Symptomen vorher unbedingt eine Untersuchung der Schilddrüsenwerte stattfinden. Dies ist umso wichtiger, da bestimmte Medikamente wie etwa Antidepressiva die körperlichen Reaktionen noch einmal steigern können!