Angststörung

Du hast den Verdacht, dass Du unter einer Angststörung leidest? Nun weißt Du nicht, was Du dagegen tun kannst? Und was die Ursachen für Deine Angstzustände sind? Hier findest Du alle wichtigen Informationen zu diesem Thema!


Was sind die Angststörung Symptome bei einer Panikstörung?

Nur wenigen ist bewusst, dass das Angst haben eigentlich eine wichtige Schutzfunktion darstellt. Sie gehören zu unserem Leben, zeigen drohende Gefahren auf und können unter Umständen das Leben retten.

Mitunter können aus normalen Ängsten jedoch Panikattacken werden. Diese beeinträchtigen das Leben sehr stark – mittlerweile gehören sie sogar zu den häufigsten psychischen Erkrankungen! Im Folgenden möchte ich Dir die Angststörung Symptome genauer vorstellen.

Es entstehen Gefühle, wie Panik, oftmals erlebt als Vernichtungsangst, Ohnmacht, Ausgeliefertsein, Kontrollverlust bis hin zur unmittelbaren Todesangst. Typische Gedanken in dieser Bedrohungssituation sind „Das ist das Ende!“, „Ich werde mich blamieren!“, „Ist das ein Herzinfarkt?“, „Ich werde verrückt!“. Als Verhaltensreaktion versuchen Betroffene die Angstsituation zu verlassen (Flucht) oder zu umgehen oder sie suchen Schutz durch die Nähe zu einer sicherheitsgebenden Person. Manche bleiben zwar physisch in der Situation, vermeiden aber innerlich durch ein Unterdrücken der Angst oder durch die Einnahme von Alkohol oder Beruhigungstabletten die Auseinandersetzung.

Symptome

Beschreibung

Tipps dagegen

Herzrasen

Starkes Herzklopfen

Tiefes, bewusstes Atmen

Schweißausbrüche

Die körperliche Temperatur steigt an, Hitzewallungen, kalter Schweiß

An die frische Luft gehen, Bewegung

Atemnot

Das Gefühl, keine Luft mehr zu kriegen

Versuche, tief und bewusst ein- und auszuatmen

Übelkeit

Kloß im Hals, Drang, zu erbrechen

Versuche, tief durchzuatmen

Verschwommenes Sehen

Alles erscheint unwirklich, irreal, nichts dringt mehr zu einem vor

Häufig hilft eine Luft- beziehungsweise Ortsveränderung

Kopfdruck

Der Kopf scheint zu platzen, starke Kopfschmerzen

Massieren der Kopfschläfen

Druckgefühl in der Brust

Enge in der Brust, das Gefühl, dass sich alles zuschnürt

Tiefes, bewusstes Ein- und Ausatmen

Schwindelgefühle

Ohnmachtsgefühle

Verzehren von stärkenden Lebensmitteln, die den Blutzuckerspiegel wieder anheben

Panische Gedanken

„Ich werde verrückt!“ „Ich werde sterben.“ „Ich habe einen Herzinfarkt.“ „Ich bin dem Tode nahe.“

Versuche, Dir bewusst zu machen, dass dies alles rein körperliche Symptome sind

Fluchtgedanken

Vermeiden von bestimmten Situationen, Versuche, die Angst zu unterdrücken

s.o.

>>Wie du in nur 5 Minuten deine Panikattacken SOFORT und für IMMER loswirst<<

Weiterhin

Was sind eigentlich die Symptome für eine Angststörung? Diese können sich auf verschiedenen Ebenen abspielen: sowohl körperlich als auch gedanklich und im Verhaltensbereich. Hier ein kurzer Überblick:

Körperlicher Bereich

Gefühlsmäßiger Bereich

Verhaltensbereich

Kribbeln in den Armen und Beinen oder Taubheitsgefühle Unsicherheitsgefühle, Benommenheit Bestimmte Situationen werden gemieden
Zittern oder Beben Ohnmachtsgefühle Manche Situationen werden fluchtartig verlassen
Herzrasen, Herzklopfen, unregelmäßiger Herzschlag Das Gefühl, dass alles sehr weit weg scheint Immer stärkerer sozialer Rückzug
Hitzewallungen oder Kälteschauer Angst, umzufallen oder sich zu blamieren Alkoholkonsum oder Einnahme von Tabletten
Kloß im Hals, Engegefühl in der Brust Angst, zu sterben Drogenmissbrauch
Durchfall oder Harndrang Panische Gedanken
Mundtrockenheit Angst, wahnsinnig zu werden
Atemnot, Erstickungsgefühle

Welche Medikamente helfen?

Welche Medikamente helfen wirklich bei einer Angststörung? Hier möchte ich Dir einen umfassenden Überblick geben:

Medikament

Wirkung

Weitere Bemerkungen

Diazepam

Unruhe-, Angst- und Spannungszustände werden gelöst, Förderung des Ein- und Durchschlafens

Dabei kann auch das Bewusstsein eingeschränkt und die Übererregbarkeit im Gehirn gedämpft werden

Paroxetin

stimmungsaufhellende Wirkung

Wird bei Zwangs- und Panik- sowie bei posttraumatischen Belastungsstörungen eingesetzt

Lorazepam

Löst Unruhe-, Spannungs- und Angstzustände, fördert das Ein- und Durchschlafen, verringert die Nervosität, lindert epileptische Anfälle

Kommt bei der Behandlung von Angststörungen bei Depressionen und Psychosen zum Einsatz

Bromazepan

Löst Unruhe und Angstzustände

Kann auch bei Schlafproblemen eingesetzt werden

Citalopram

Vermindert Depressionen und Angststörungen

Erhöht die Konzentration von Serotonin im Gehirn

Propranolol

Verlangsamt den Herzschlag, senkt den Blutdruck, mindert das Zittern ohne jede bekannte Ursache

Kann auch Migräneanfällen vorbeugen und die Auswirkungen einer Schilddrüsenüberfunktion auf das Herz verringern sowie einem erneuten Herzinfarkt vorbeugen

Alprazolam

Löst seelische Spannungen, hemmt Angstzustände

Beseitigt die Unruhe

Oxazepam

Löst Unruhe-, Spannungs- und Angstzustände

Kann auch bei Schlafproblemen helfen

Diese Angst vor allen möglichen Situationen. Eine Angst, die tief in Dir drin steckt. Und mitunter alles zu überschatten droht. Dich so stark einschränkt, in allen Bereichen. Die Dich immer unglücklicher macht.

Doch wie lässt sich diese Angststörung erfolgreich behandeln? Was kannst Du selbst tun und wann ist eine Therapie angebracht? Das und noch weiteres mehr will ich Dir in dem folgenden Artikel verraten…

Angststörung Behandlung: Was ist die beste Selbsthilfe?

Nein, es ist wahrlich kein leichter Schritt, sich selbst einzugestehen, dass man unter starken Angstgefühlen leidet. Dass ein seelisches Ungleichgewicht hierfür verantwortlich ist. Kein Wunder, ist dies doch nicht zuletzt dem eigenen wie dem gesellschaftlichen Druck zuzuschreiben, ein möglichst perfektes Bild von sich selbst abzuliefern.

  • Und so ist es meist ein weiter Weg dahin, seine eigenen Empfindungen ernst zu nehmen.
  • Sich selbst einzugestehen, dass man Hilfe braucht.
  • Denn nur in diesem Fall kann eine Heilung möglich sein!
  • Und es ist ein Zeichen von Stärke.
  • Davon, dass man es sich selbst wert ist, dass man verantwortungsbewusst gegenüber sich selbst handelt.
  • Scheue Dich daher nicht, Unterstützung in Anspruch zu nehmen!

Auch bestimmte Übungen können hierbei sehr viel weiterhelfen. Dies ist dann der Fall, wenn sich die Ängste auf ganz konkrete Situationen beziehen wie etwa bei Prüfungen oder vor einem Flug. Gezielte Entspannungsübungen, begleitet von bewusstem und tiefem Durchatmen, können hierbei sehr viel Linderung bewirken.

  • Nicht minder wichtig ist es, die eigenen Konflikte aufzuarbeiten, sich diesen zu stellen.
  • Etwa in Form einer Therapie, sei es einzeln oder in einer Gruppe.
  • So kannst Du Deine eigenen Probleme aufdecken und lösen.
  • Zugleich können auch Ängste, die in tieferen Lebenskrisen begründet sind, besser behandelt werden.
  • Etwa solche, die sich auf eine Trennung, Krankheit oder eine Trauerphase zurückführen lassen.

Du musst Dich jedoch nicht 24 Stunden am Tag mit Dir und Deinen Ängsten auseinandersetzen. Im Gegenteil, manchmal ist es besser, sich ganz gezielt abzulenken! Etwa mit körperlicher Bewegung oder Malen, Schreiben, kreativ sein. Dies alles hilft nämlich ebenfalls dabei, die Spannungen aufzulösen, die positive Haltung gegenüber sich selbst zu stärken. Frage Dich daher, was Dir gut tut – und unternehme dann genau das!

  • Gezielte Entspannungsmethoden sind ebenfalls eine ausgezeichnete Möglichkeit, um die Angststörung in Eigenregie zu bewältigen.
  • Etwa autogenes Training oder progressive Muskelentspannung.
  • Biofeedback ist eine weitere erfolgreiche Variante in diesem Zusammenhang: Hierbei können bestimmte Körperfunktionen mithilfe elektronischer Geräte wahrgenommen werden.
  • Und lassen sich dann willentlich gezielt beeinflussen – um so wieder entspannter zu werden.

Angststörung Behandlung: Was hilft noch?

Den Stress abzubauen! Ja, das sagt sich natürlich recht leicht. Doch zu viel Stress führt dazu, sich selbst zu überlasten. Darunter leidet nicht nur das psychische, sondern auch das physische Wohlbefinden!

  • Teile Dir daher Deine alltäglichen Aufgaben ein, um diese noch sicherer bewältigen zu können.
  • Auf diese Weise erkennst Du auch, welche dieser Aufgaben eher unnötig sind – und welche Du weiterhin wahrnehmen solltest.
  • Somit lässt sich diese ängstliche Dauerspannung ebenfalls sehr gut lindern.

Nicht zuletzt kommt es auf eine gesunde Lebensweise an. Denn wer einen ausgewogenen Lebensstil führt, der fördert die persönlichen Heilungsprozesse. Versuche daher, bewusst zu genießen, Dich regelmäßig körperlich zu betätigen und vor allem dies zu tun, was Dir gut tut. Denn Bewegung ist ein sehr positiver Motor , der ebenfalls dazu beiträgt, Deine Selbstheilungskräfte anzukurbeln.

Wie wird die Angststörung und Panikstörung noch behandelt?

Du möchtest Deine Angststörungen und Panik endlich behandeln lassen? Doch wie sieht eine solche Behandlung eigentlich aus?

Viele Experten empfehlen eine Mischung aus Medikamenten sowie einer Verhaltenstherapie.

Die medikamentöse Therapie sieht folgendermaßen aus:

  • Beruhigungsmittel
  • Antidepressiva
  • Antikonvulsiva

Auch ich habe mich einer solchen Behandlung unterzogen. Anfangs wurde bei mir die Dosis Antidepressiva stark erhöht, so dass ich mich innerlich noch unruhiger fühlte. Bitte den Arzt daher, die Dosis nur langsam zu steigern!
Teilweise kann es auch zu einer Unverträglichkeit bei einem Medikament kommen. Achte zudem darauf, die jeweilige Medikation regelmäßig einzunehmen – auch dies ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung!

Nicht minder wichtig ist die…

Nicht-medikamentöse Therapie: Wie sieht sie aus?

Ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht, was mir sehr geholfen hat. Auch Sport ist dabei sehr, sehr wichtig.
Bei der Therapie wurde ich häufig mit genau den Symptomen konfrontiert, die auch während der Panikstörung auftraten. Mein Therapeut machte mir klar, dass es sich dabei um eine rein physiologische Reaktion handelte – allein diese Erkenntnis hat mir schon sehr geholfen.

Und was ist bei einer sozialen Phobie?

Mit den Panikattacken kam es bei mir immer mehr zu einer sozialen Phobie. Ich wurde anderen gegenüber immer schüchterner, zog mich immer mehr zurück, so dass ich zum Schluss fast gar nicht mehr aus dem Haus gegangen bin.
Irgendwann war es dann soweit, dass ich allein schon bei dem Gedanken, ein Telefonat zu führen, Herzrasen bekam. Oder Schweißausbrüche, wenn die ein oder andere Einladung ausgesprochen wurde. Diese Panikstörung hat mich irgendwann komplett in meinem Alltag eingeschränkt.
Diese Angst, sich zu blamieren und von den anderen verurteilt zu werden. Denn mein Selbstwertgefühl war so weit unten, dass ich jede kleinste Äußerung ins Negative gewendet habe. Äußerungen wie „Jetzt reiß Dich mal zusammen!“ haben dabei natürlich auch nicht wirklich geholfen.

Auch dabei hat mir die Verhaltenstherapie übrigens sehr geholfen. Zugleich habe ich einige andere Patienten mit sozialer Phobie kennengelernt, die mir gezeigt haben: Du bist nicht allein damit!
Wichtig ist, zu erkennen: Du musst Dich nicht schämen, denn Du hast rein gar nichts falsch gemacht. JEDER kann von einer psychischen Störung betroffen sein. Doch je länger DU wartest, desto größer wird sie auch. Gerade bei Panikattacken!

Was kann man bei einer Angststörung und Panikstörung tun?

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich es nach so langer Zeit und nach einer so schweren Panikstörung geschafft habe, aus diesem Teufelskreis wieder herauszufinden. Was mir dabei sehr geholfen hat, war, diese Gedankenfehler zu identifizieren:

1. Solange ich diese und jene Situation vermeiden kann, kann ich einigermaßen damit leben.
Nein! Denn so stellst Du Dich Deiner Angst nicht, fliehst vor ihr und schränkst Dein Leben nur immer weiter ein.
2. Was sollen Andere bloß denken, wenn ich zum Psychologen gehe?
Ich habe mich so sehr für meine Panikstörungen geschämt, dass ich lange keinem etwas davon erzählt habe. Und dachte, dass ich verrückt bin oder so abgestempelt werde, wenn ich einen Psychologen aufsuche.
Irgendwann wurde mir jedoch bewusst, dass es um MICH und um MEIN Leben geht. Dass ich zuerst an mich denken muss – und dass wirkliche Freunde und wertvolle Menschen dafür Verständnis aufbringen.
3. Ich schaffe es ja doch nicht.
Deswegen versucht man es gar nicht erst. Denke jedoch immer daran: Scheitern kann jeder – und ist keine Schande! Vielmehr gehört es einfach zum Erfolg dazu und ist somit ein Schritt, der Dich Deinem Ziel immer näher bringt.
4. Ich bin der /die Einzige, der diese Probleme hat.
Heute weiß ich, dass Millionen Menschen aus der ganzen Welt unter Panikattacken leiden – allein hierzulande sind es ca. 10 Millionen! (Und das sind nur die offiziellen Zahlen.) Du bis also nicht allein – im Gegenteil.

Angststörung Test – finde heraus, ob auch du darunter leidest

Eines vorab: Dieser Angststörung Test kann keine Diagnose durch den Psychotherapeuten ersetzen! Er soll Dir lediglich erste Hinweise darauf geben, ob Du unter einer generalisierten Angsterkrankung leiden könntest!

Deuten Deine Antworten darauf hin, solltest Du in jedem Fall Hilfe aufsuchen. Dies gilt auch für den Fall, dass Du Dich zwar in dem Fragebogen nicht wiederfindest, dennoch stark unter Deinen Ängsten leidest.

  • Hast Du Dir in den vergangenen sechs Monaten oder länger Sorgen über sehr viele Dinge gemacht (z.B. Familie, Gesundheit, …) und bist deshalb nun verängstigt?
  • Hast Du in den letzten sechs Monaten mindestens vier dieser folgenden Symptome verspürt?

1. Herzklopfen, Herzrasen oder -stolpern
2. Schwitzen
3. Trockener Mund
4. Zittern oder Beben
5. Übelkeit und Brechreiz
6. Schwierigkeiten, Luft zu bekommen, Atemnot
7. Enge in der Brust
8. Benommenheits-, Schwächegefühl
9. Schwindel
10. Gefühl, dass um Dich herum alles unwirklich ist
11. Angst, keine Kontrolle zu haben
12. Angst davor, verrückt zu werden
13. Todesängste
14. Angst vor der Ohnmacht
15. Einschlafstörungen
16. andauernde Reizbarkeit
17. Konzentrationsschwierigkeiten, Leere im Kopf
18. Kloß im Hals, Schluckbeschwerden
19. Nervosität, ständige psychische Anspannung
20. Ruhelosigkeit, Entspannung scheint kaum mehr möglich
21. Muskelverspannungen, akute sowie chronische Schmerzen
22. Kribbeln, Taubheitsgefühle
23. das Gefühl, zu ersticken

  • Beeinträchtigen diese Sorgen Deinen Alltag in erheblichem Ausmaß?
  • Hast Du das Gefühl, die ständigen Grübeleien nicht mehr kontrollieren zu können?
  • Machst Du Dir häufig umsonst oder übertrieben sehr große Sorgen?
  • Sorgst Du Dich um Ereignisse, die höchstwahrscheinlich nicht eintreten werden?
  • Machst Du Dir Sorgen um Ereignisse, die Du gar nicht kontrollieren kannst?

Wenn Du den meisten dieser Fragen zustimmen kannst, dann leidest Du aller Wahrscheinlichkeit nach unter einer generalisierten Abklärung. Aber auch sonst solltest Du Deine Symptome am besten mit einem Psychotherapeuten besprechen – sofern diese für Dich sehr belastend sind!

Wie sieht es aus?

Das Schlimmste einer Panikattacke ist die Angst vor der Angst – auch Erwartungsangst genannt. Denn durch diese wird dieser so schlimme Teufelskreis erst ausgelöst – und schon macht uns die Situation an sich nicht mehr zu schaffen, sondern allein der Gedanke daran.

Doch es ist möglich, diesen so belastenden Teufelskreis zu beenden. Denn JEDER kann lernen, sich seinen Ängsten zu stellen. Auch ich habe dies geschafft, und das obwohl ich sehr lange unter sehr schweren Panikattacken gelitten habe.

Natürlich hört sich dies alles auf den ersten Blick sehr schwer, vielleicht auch unmöglich an. Das Ganze ist jedoch ein Prozess, während diesem es sehr vieler Schritte bedarf, bis man letzten Endes am Ziel ist.

Auch der ein oder andere Rückfall ist dabei vorprogrammiert. Lerne jedoch, diesen nicht gleich als Rückschritt zu betrachten, sondern als einen kleinen Stolperstein auf dem Weg zur Heilung.

Nach und nach wirst Du lernen, die persönliche Angstleiter hinab zu steigen. Denn wer es nach oben geschafft hat, der kommt auch immer wieder herunter. Und nichts ist schöner als das Gefühl endlich wieder Boden unter den Füßen zu verspüren und zu wissen: „Ich habe es geschafft!!“

 

Angststörung Ursachen

Hinter dieser Störung stecken meist mehrere Ursachen. Außerdem gibt es nicht die eine Ursache, die auf alle Betroffenen zutrifft! Denn jeder ist eben anders und somit auch das persönliche Krankheitsbild.
Bei mir hat es einige Zeit gedauert, bis ich sämtliche Ursachen für meine Angststörung ausfindig gemacht hatte. Und es braucht Zeit und Mut, bis man sich damit auseinandersetzen kann. Siehe Deine Heilung daher als Prozess an, der eben ein wenig länger dauert. Ein Prozess, aus dem Du jedoch stark und befreit hervorgehen wirst.

Welche Ursachen stecken hinter der Angststörung?

Wie gesagt: Nicht jede dieser Ursachen muss auch auf Dich und Deine Situation zutreffen! Und vielleicht gibt es noch ganz spezifische Gründe, die hier nicht aufgeführt sind. Hier aber ein Überblick über die wichtigsten Ursachen der Panikattacken:

Akute Stresssituation

Du befindest Dich in einer sehr stressigen Konfliktsituation, aus der es scheinbar keinen Ausweg gibt. Der Grund dafür kann eine Trennung, ein Todesfall, eine finanzielle Notlage oder eine Entlassung sein. Auch eine schwere chronische Erkrankung kann häufig ein Auslöser für eine Panikstörung sein.
Menschen mit einer Angststörung haben meist ein sehr aktives Nervensystem, sprich eine angeborene und erhöhte Angstbereitschaft. Daher reagieren wir auf Reize auch viel intensiver als unsere Umgebung. Zudem können wir uns sehr viel langsamer an neue Reize gewöhnen.

Persönlichkeitsmerkmale

Vielleicht geht es Dir so wie mir: Ich meinte lange Zeit, alles richtig perfekt machen zu müssen. Und fühlte mich für alles verantwortlich. Niederlagen und Kritik nahm ich persönlich, zerbrach mir tagelang den Kopf darüber. Zudem fiel es mir sehr schwer, meinen Ärger auszudrücken, ja, ihn überhaupt zu empfinden und zuzulassen.
Auch das Grenzen setzen war für mich lange Zeit ein Ding der Unmöglichkeit. Dies alles führte dazu, dass ich meinen Ärger und den Stress unterdrückte, ihn gar nicht artikulieren konnte. Und er brach sich dann auf andere Weise Bahn – eben durch die Panikstörung.

Körperliche Erkrankungen

Auch körperliche Erkrankungen können Ursache für eine Panikstörung sein. So leiden manche zum Beispiel unter einer Schilddrüsenfehlfunktion oder einem Mangel an Vitamin B1. Auch Störungen im Kalzium-Haushalt oder eine Lebererkrankungen sowie eine Virusinfektion können Angstanfälle auslösen.
Eine weitere Ursache kann ein niedriger Blutdruck oder ein niedriger Blutzucker sein. Dies wiederum führt häufig zu körperlichen Schwindel- oder Schwächeanfällen, man fühlt sich benommen. Und diese Symptome werden als sehr gefährlich bewertet.
Frauen in den Wechseljahren leiden ebenfalls nicht selten unter Panikstörungen. Der Grund liegt in den Hormonumstellungen, die in diesem Zeitraum stattfinden.

Generell gilt: Suche einen Hausarzt auf, sobald Du Befürchtungen in dieser Hinsicht hast. Denn dieser kann Dir genau sagen, was mit Dir los ist. Eine fachliche Diagnose ist nämlich um einiges besser als eine Selbstbehandlung auf Verdacht!!

Medikamente

Was viele nicht wissen: auch manche Medikamente können Ängste hervorrufen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Mittel eingenommen oder abgesetzt wird. Zu diesen Medikamenten gehören unter anderem Schilddrüsenpräparate, Antihistaminika, Antidepressiva, Schlaftabletten, Herz-Kreislauf-Mittel und Beruhigungsmittel.

Psychische Erkrankungen

Starke Angstgefühle tauchen auch nicht selten zusammen mit Depressionen, Zwangsstörungen und Psychosen auf. Auch in diesem Fall ist es am besten, sich ärztlichen Rat zu holen! Egal ob diese beim Autofahren oder im Schlaf aufkommen.

Welche Medikamente helfen?

Bei einer Angststörung werden häufig Psychopharmaka verschrieben. Diese Arzneistoffe wirken symptomatisch auf die menschliche Psyche. Es kommt also lediglich zu einer Abschwächung oder einer Phasenverkürzung der Symptome! Nur durch Medikamente kann eine Panikstörung also nicht geheilt werden! Psychopharmaka sollen den Neurotransmitterhaushalt im menschlichen Gehirn wieder ins Lot bringen.

Wie wirksam sind Antidepressiva?

Grundsätzlich werden bei einer Angststörung vor allem Antidepressiva eingesetzt. Diese wirken stimmungsaufhellend und beruhigend, die Wirkung tritt jedoch erst nach 2 bis 3 Wochen ein.

Helfen Neuroleptik?

Neuroleptika hingegen sollten bei einer Panikstörung besser nicht eingesetzt werden. Diese haben nämlich keine unmittelbar die Angst lösende Wirkung. Zudem können die Nebenwirkungen sehr stark ausfallen. Und je länger sie eingenommen werden, desto schwerer können auch die Spätfolgen ausfallen.

Und was ist mit Tranquilizern?

Diese Medikamente beruhigen und wirken angstlösend und muskelentspannend. Sie weisen meist nur geringe Nebenwirkungen auf und wirken auch sehr rasch. Zugleich schläft man in der Regel besser. Allerdings sollte die Dosierung sehr gering ausfallen, da ansonsten die Gefahr einer Abhängigkeit besteht.

Wie wirksam sind Betablocker?

Betablocker kommen bei einer Panikstörung ebenfalls häufig zum Einsatz. Sie reduzieren jedoch vor allem die körperlichen Begleiterscheinungen wie Zittern, Magen-Darm-Beschwerden und Schwitzen. Das Angstempfinden, die Reizbarkeit und Nervosität bleiben jedoch meist erhalten.

Welche Medikamente bei Angst und Panik gibt es noch?

Bitte sprich vor der Einnahme eines bestimmten Medikaments ausführlich mit Deinem Arzt. Sei Dir zudem über die Nebenwirkungen im Klaren. Diese können sein:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Motorikstörungen
  • Verdauungsstörungen
  • Libidoverlust
  • Gewichtszunahme
  • Mundtrockenheit
  • Erregungszustände
  • Schlaflosigkeit
  • Zittern
  • Hormonstörungen
  • Lichtempfindlichkeit der Haut
  • Schwierigkeiten beim Harnlassen
  • Pupillenerweiterung

Und was ist mit natürlichen Medikamente gegen Angstzustände?

Es gibt auch pflanzliche Naturheilmittel gegen Angstzustände. Dazu gehören Hopfen, Johanniskraut und Baldrian-Extrakte. Deren Vorteil: Es kommt zu keiner Abhängigkeit und sie weisen kaum Nebenwirkungen auf. Sprich bitte auch hierbei zuerst mit Deinem Arzt oder Apotheker.

Medikament gegen Angst – sinnvoll oder nicht?

Wann ist die Einnahme von Medikamenten – vor allem von Psychopharmaka – sinnvoll? Sie können dann in Betracht gezogen werden, wenn:

  1. Du Dich gar nicht mehr aus dem Haus traust
  2. Familie und Beruf gefährdet sind
  3. Du über längere Zeit hinweg Selbstmordgedanken hast
  4. Du auf diese Weise in der Lage bist, eine Psychotherapie zu machen.

Suche vor der Einnahme eines neuen Medikaments in jedem Fall Deinen Hausarzt auf. Dies gilt besonders dann, wenn Du noch weitere Arzneimittel einnimmst. Dein Arzt kann Dir dann passende Medikamente gegen Angst verschreiben.
Wichtig ist hier eine regelmäßige Kontrolle. Und bitte beachte, dass ein Medikament gegen Panikstörung keinesfalls eine Psychotherapie ersetzt! Vielmehr geht das Arzneimitte nur an die Symptome und nicht an die Ursachen.
Wer sich jedoch nicht mit den Ursachen seiner Panikstörung auseinandersetzt, der wird vergeblich auf einen Sieg über die Angstzustände warten.

Medikamente bei Panikattacken – was solltest Du noch wissen?

Es kann bei vielen Medikamenten gegen Panikstörungen einige Wochen dauern, bis sich eine Wirkung zeigt. Denn Dein Körper muss sich erst an die neuen chemischen Prozesse gewöhnen. Und nicht selten kommt es zu einer sogenannten Erstverschlimmerung. Dies ist jedoch völlig normal. Lasse Dich davon also nicht beunruhigen!

Viele Patienten haben auch starke Angst davor, das Medikament abzusetzen. Denn ihrer Meinung nach kommt die Angststörung dann wieder in vollem Ausmaß zurück. Das ist jedoch nicht der Fall!! Zwar sind vereinzelt Rückfälle möglich. Wer jedoch Medikamente nimmt UND eine Psychotherapie macht, der hat gute Chancen auf eine endgültige Heilung!

Allerdings solltest Du Folgendes beachten: Bei Wirkstoffen mit einer hohen Abhängigkeitsgefahr (z.B. Benzodiapine) sollte die Dosierung nur ganz allmählich herunter gesetzt werden. Verringere die Dosis also schrittweise, so lange, bis Du bei Null angekommen bist. Dadurch werden die Absetzsymptome nämlich erheblich gehemmt.

Und noch eine Bemerkung dazu: Bei allen Mitteln kann es möglich sein, dass es nach dem Absetzen zu einer verstärkten Unruhe kommt. Das ist jedoch nur vorübergehend der Fall und legt sich bald wieder. Du solltest jedoch NIEMALS das Medikament ohne ärztlichen Rat und Beistand absetzen!

Und was gibt es abschließend zu sagen?
Auch hierzulande sind leider immer mehr Menschen von Panikstörungen betroffen. Diese können sich auf verschiedene Art äußern. So kommt es neben körperlichen Reaktionen wie Erstickungsgefühlen, Atemnot und Zittern und Beben zu bestimmten Verhaltensweisen. Auch panische Gedanken oder Todesängste sind leider keine Seltenheit bei einer Angststörung.
Wichtig ist es, die Ursachen dahinter zu erkennen und entsprechend zu behandeln. Leider gibt es in diesem Zusammenhang kein Patentrezept, das bei allen gleich gut wirkt. Denn jeder Mensch ist eben anders und daher fallen auch die jeweiligen Krankheitsbilder ganz unterschiedlich aus.
Gib nicht gleich auf, wenn die Behandlung nicht sofort Wirkung zeigt. Denn es dauert eine Weile, die Angststörung zu überwinden. Doch es ist möglich und jeder kann es schaffen!