Panikattacken Symptome, Ursachen und Behandlung

Jeder von uns hat schon einmal Angst verspürt, und jeder macht sich manchmal Sorgen – um die eigene Gesundheit, um die Zukunft der Kinder, um eine wichtige Prüfung oder ein Vorstellungsgespräch für einen Job, den man unbedingt haben will. Eine ernsthafte Krankheit oder eine finanzielle Durststrecke kann einen Menschen schon einmal in einen Strudel aus Ängsten und Sorgen stürzen! Das ist alles nichts Ungewöhnliches.

Angst ist also ein normales Gefühl – und sogar ein lebensnotwendiges – ist sie doch dazu da, uns vor Gefahren zu warnen, unsere Sinne zu mobilisieren, um bedrohlichen Situationen begegnen zu können.

Was aber, wenn Ängste und Panikattacken ohne ersichtlichen Grund auftreten? Was, wenn die Angst zum ständigen Begleiter wird und irgendwann Ihr ganzes Leben bestimmt?

Dann ist die Angst kein normales und sogar lebenswichtiges Gefühl – dann ist sie eine Krankheit. Eine, von der immer mehr Menschen betroffen sind. Einer von ihnen war ich. Jahrelang. Die gute Nachricht gleich vorweg – ich habe es geschafft, meine Panikstörung zu überwinden und heute ein angstfreies, selbstbestimmtes Leben zu führen.

Ich habe diese Website ins Leben gerufen, um anderen Betroffenen Mut zu machen. Angst kann zur Krankheit werden, die jeden von uns treffen kann. Genau so kann aber auch jeder von uns sie überwinden. Ich möchte Ihnen dabei helfen!

Nun wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen dieses Ratgebers als ersten Schritt in ein Leben ohne Ängste und ohne Panikattacken – genauso wie Sie es sich wünschen und es verdient haben!

Wie alles begann

Inhalt

Es war ein wunderschöner sonniger Tag und für Ende April ungewöhnlich warm, fast schon hochsommerlich heiß. Ich konnte aufgrund eines kurzfristig abgesagten Meetings früher als sonst das Büro verlassen, freute mich auf den Abend mit meiner Familie, zunächst aber erst einmal auf das erste Eis des Jahres. Ich war nicht der einzige mit dieser Idee, und so reihte ich mich in die beachtliche Warteschlange vor der beliebten italienischen Eisdiele in der Fußgängerzone ein.

Und dann passierte es. Aus heiterem Himmel. Ich begann zu zittern, mein Herz raste, der Schweiß brach mir aus allen Poren – und das lag nicht an den Temperaturen. Eine unbeschreibliche Angst kroch in mir hoch wie ein großes hässliches Tier, das sich in mir breitmachte und mich von innen zu verschlingen drohte. Ich bekam keine Luft mehr und hatte zum ersten Mal in den bis dahin 36 Jahren meines Lebens echte Todesangst. Ich war sicher, ich würde im nächsten Moment sterben oder zumindest ohnmächtig werden.

Ich kann nicht mehr sagen, wieviel Zeit verging, aber irgendwann gelang es mir, Atem und Herzschlag wieder unter Kontrolle zu bringen. Immer noch zitternd verließ ich – ohne Eis – die Warteschlange und schaffte es irgendwie zum Auto und schließlich nach Hause.

Damals hatte ich nicht die geringste Ahnung, was da gerade geschehen war, heute weiß ich, es war die erste Panikattacke meines Lebens. Die erste in in einer langen Reihe von vielen, die noch kommen sollten. Die Attacken überfielen mich immer wieder aus heiterem Himmel, und jedesmal ohne ersichtlichen Grund, „out of the blue“ sozusagen. Mal passierte es während einer Zugfahrt, mal bei einem Essen im Restaurant, mal mitten in einem Termin mit einem wichtigen Kunden.

Obwohl mich jede Attacke unheimlich viel Kraft kostete und so manche mich im wahrsten Sinne des Wortes an den Rand der Todesangst brachte, war es anfangs noch relativ leicht, mit den Panikanfällen umzugehen. Ließen sie mir doch zwischendurch meist mehrere Wochen Zeit, in denen ich völlig normal und angstfrei leben konnte. Als die Attacken jedoch in immer kürzeren Abständen daherkamen und ich jede Sekunde darauf gefasst sein musste, dass „es“ wieder passieren könnte, wurde die Angst mein ständiger Begleiter. Ich hatte eine sogenannte „Phobophobie“ entwickelt – also eine „Angst vor der Angst“.

Niemand, der es nicht selbst erlebt hat, kann sich auch nur ansatzweise vorstellen, was das bedeutet. Ich konnte nicht mehr schlafen, ich hatte Angst vor jedem Kundentermin, ich hatte Panik vor so banalen Dingen wie einer Bahnreise, und es gab Tage, da war ich überhaupt nicht in der Lage, das Haus zu verlassen. Ich fühlte mehr und mehr, wie mir mein Leben entglitt.

Nicht nur mein Job litt unter meinen ständigen Ängsten, auch mein Privatleben. Meiner Frau werde ich ewig dankbar sein, dass sie alles mit mir durchgestanden hat und nie auf die Idee kam, unsere Ehe aufzugeben. Und ich hatte Glück, dass ich einen verständnisvollen Chef und hilfsbereite Kollegen hatte, dass ich meinen Job nicht verloren habe.

Ängste und Panikattacken sind kein unwiderrufliches Schicksal. Es gibt einen Weg zurück ins Leben, und ich bin ihn gegangen. Ich habe mein Leben komplett verändert – meine Ernährung umgestellt, mein Verhalten verändert – und ich habe eine Therapie gemacht.

Heute bin ich seit Jahren frei von Panikattacken. Ich kann mit Fug und Recht sagen, ich habe mir mein Leben zurückerobert. Wie ich das geschafft habe, was für Ängste es gibt, wie sie entstehen und wie sie überwunden werden können – davon möchte ich Ihnen in auf dieser Website erzählen.

Und ich möchte Ihnen Mut machen! Angsterkrankungen und Panikstörungen können jeden treffen – und jeder kann sieüberwinden!

Was sind Panikattacken und Angststörungen?

Jeder kennt es: Das Gefühl von Angst und Panik und die damit verbundenen körperlichen Reaktionen wie Schwitzen, Zittern und einen beschleunigten Herzschlag. Die Hände werden feucht, Stresshormone werden ausgeschüttet, und sowohl Körper als auch Geist sind auf das Höchste angespannt und bereit zu Höchstleistungen.

In Jahrmillionen hat die Evolution jeden von uns mit diesem Gefühl ausgestattet – und das aus sehr gutem Grund: Angst lässt uns Bedrohungen erkennen und richtig darauf reagieren. Sie bringt uns dazu, aufmerksam und alarmbereit zu sein und Maßnahmen zu unserem Schutz und zu unserer Verteidigung zu ergreifen. Bereits unserer Vorfahren reagierten auf Gefahren entweder mit Angriff oder mit Flucht.

Wir alle hatten schon einmal Angst. Viele Kinder haben Angst vor Gewitter oder im Dunkeln. Manch einer hat Angst vor Prüfungen oder vor Krankheiten, viele vor Einsamkeit, und fast jeder hat Angst vor dem Tod – sowohl dem eigenen als auch dem von lieben Angehörigen. Ängste gehören zum Leben. Mal sind sie stärker, mal schwächer. Ängste sind normalerweise etwas, womit wir zu leben lernen.

Deshalb zunächst die gute Nachricht: Angst ist ein völlig normales und sogar lebensnotwendiges Gefühl. Ohne Angst würden wir uns Situationen aussetzen, die uns schaden, verletzen und im schlimmsten Fall sogar lebensgefährlich sein können.

Nun klingt im Normalfall nach einer überstandenen Gefahrensituation die Angst sehr schnell wieder ab – der Herzschlag normalisiert sich, wir werden wieder ruhig, und rasch stellt sich ein Gefühl der Entspannung ein.

Es gibt viele Situationen, die berechtigte Ängste auslösen können. Dazu gehören der Verlust des Arbeitsplatzes und damit verbundene finanzielle Probleme, der Verlust eines geliebten Angehörigen, eine ernsthafte Erkrankung, aber auch ein Termin beim Zahnarzt, eine Flugreise oder eine wichtige Prüfung. Jeder erlebt solche Situationen individuell, und jeder hat seine ganz persönliche Angstschwelle. Während sich der eine in ein Flugzeug setzt, als wäre es eine Straßenbahn, löst bei dem anderen allein der Gedanke an den nächsten Flug eine Panikattacke aus. Während der eine völlig tiefenentspannt in den Behandlungsstuhl des Zahnarztes sinkt, schafft es der andere nur mit Beruhigungsmitteln.

Die beschriebenen Gefühle von Angst und Panik mögen zwar im Augenblick unangenehm sein, sind aber letztendlich meistens gut in den Griff zu bekommen.

Was aber, wenn Ängste und Panikattacken nicht mehr nur kurzfristig und in „berechtigten“ Situationen auftreten? Wenn z.B. eine Panikattacke „aus dem Nichts“ und ohne ersichtlichen Grund auftritt, und das nicht nur einmal, sondern immer wieder? Was, wenn das Gefühl der Angst nicht mehr verschwindet, sondern zu einem täglichen Begleiter wird? Der irgendwann unser ganzes Leben beherrscht und uns in jeder Hinsicht massiv einschränkt? In diesen Fällen sprechen wir von krankhafter Angst bzw. einer Angsterkrankung.

Einige der am meisten verbreiteten Angststörungen möchte ich im Folgenden kurz erläutern:

Beginnen möchte ich mit der Panikstörung, da diese zu den häufigsten Angsterkrankungen zählt bzw. sehr oft auch als Begleiterscheinung anderer Ängste daherkommt. Nicht selten kommt es sogar vor, dass eine Panikattacke „aus heiterem Himmel“ der Beginn einer chronischen Angsterkrankung ist. Auch ich litt jahrelang unter heftigen, immer häufiger auftretenden Panikattacken.

Die Panikstörung

Von einer Panikstörung sprechen wir, wenn es zu heftigen und plötzlichen Angstattacken kommt, für die es keinen erkennbaren Grund gibt. Panikattacken entstehen sozusagen „aus dem Nichts“. Die Attacke dauert normalerweise einige Sekunden oder Minuten an, bis sie wieder abklingt. In Extremfällen kann eine Panikattacke aber auch bis zu 30 Minuten oder gar mehreren Stunden andauern!

Eine Panikattacke ist für den Betroffenen mit extremen Ängsten verbunden. Manche empfinden ein Gefühl des Gelähmtseins, viele meinen, gleich ohnmächtig zu werden, und nicht selten ist eine Attacke mit echter Todesangst verbunden.

Was unterscheidet nun aber eine Panikattacke von der „normalen Angst“, die jeder von uns kennt?

  • Panikattacken treten unerwartet, ohne Grund und sozusagen, „aus heiterem Himmel“ auf.
  • Man kann Panikattacken nicht steuern oder kontrollieren.
  • Bei einer Attacke befürchtet der Betroffene verrückt zu werden, in Ohnmacht zu fallen oder gar zu sterben.
  • Das Leben wird oft eingeschränkt, weil Betroffene versuchen, panikauslösende Situationen zu vermeiden.
  • Oft entsteht aus Panikattacken die sogenannte „Angst vor der Angst“
  • (Phobophobie), also eine Art ständige Erwartung einer neuen Panikattacke.

Nun ist nicht jede Panikattacke gleich eine Krankheit. Sollten sie ab und zu vorkommen, sind sie – selbst ohne Grund – noch kein Grund zur Sorge. Von einer krankhaften Störung spricht man, wenn jemand mehrmals monatlich von Attacken heimgesucht wird. Die Folge ist oft eine regelrechte „Angst vor der Angst“, die den Betroffenen lähmt und die eine große Einschränkung des täglichen Lebens bedeutet.

Das Paniksyndrom geht sehr oft einher mit der bereits erwähnten Agoraphobie, da die Attacken oft in Situationen ohne Fluchtmöglichkeit – wie z.B. im Zug oder im Flugzeug oder inmitten großer Menschenmengen auftreten. Das Paniksyndrom kann so weit führen, dass die Betroffenen sich nicht mehr trauen, den Schutz der eigenen vier Wände zu verlassen.

Das Generalisierte Angstsyndrom

Menschen mit einer generalisierten Angststörung leiden unter einem ständigen Gefühl der Anspannung und Besorgnis, das sich eigentlich durch sämtliche Lebensbereiche zieht. Menschen mit dieser Störung sind im Alltag sehr stark beeinträchtigt. Diese Angst betrifft sogar und vor allem Situationen, wo objektiv gar keine Gefahr besteht. Bereits Kleinigkeiten wie

eine kurze Autofahrt, Einkaufen oder ein Arztbesuch können zu einen unüberwindbaren Problem werden. Auch Zukunftsängste spielen bei dieser Angstform eine große Rolle. Betroffene machen sich ständig Sorgen um die eigene Zukunft, um die ihrer Familie und malen sich alles in den schwärzesten Farben aus.

Die Agoraphobie

Die Agoraphobie – auch Platzangst genannt – stammt von dem griechischen Wort agora = Markt(platz) und bezeichnet Angst voröffentlichen Räumen oder großen Menschenansammlungen. Die Betroffenen meiden solche Orte bzw. empfinden ein sehr starkes Bedürfnis, diesen zu verlassen, sollten sie doch einmal in eine solche Situation kommen. Oft geht eine Agoraphobie mit Panikattacken einher. Agoraphobiker vermeiden daher Shoppen in großen Einkaufszentren oder überfüllten Innenstädten ebenso wie das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Agoraphobie kann so weit gehen, dass Betroffene für jede Erledigung Hilfe und/oder Begleitung benötigen, in ganz extremen Fällen ist es nicht einmal mehr möglich, den Schutz der eigenen vier Wände zu verlassen.

Eine besondere Form der Agoraphobie ist die Klaustrophobie. Hier bezieht sich die Furcht auf geschlossene, meist kleine Räume wie Aufzüge, Umkleidekabinen, Autos oder Straßenbahnen.

Die soziale Phobie

Eine besonders häufige Angsterkrankung unserer Zeit ist die soziale Phobie. Betroffene haben Angst vor der Interaktion mit anderen und fürchten dabei besonders, von anderen bewertet oder bloßgestellt zu werden. Daher tritt diese Angst am häufigsten in Gesellschaft anderer Menschen auf – z.b. beim gemeinsamen Essen mit Freunden, beim Umtrunk mit Kollegen und natürlich bei Prüfungen und

Bewerbungsgesprächen. Solche Situationen bestehen Soziophobiker meist nur mit starken Ängsten, mitunter auch Panikattacken. Deshalb versuchen sie häufig, solche Situationen ganz zu vermeiden. Die soziale Phobie schränkt den Betroffenen in vielen Situationen stark ein – z.B. bei der Kontaktaufnahme mit Fremden, bei Terminen mit Behörden und auch bei der Partnersuche. Auch Probleme im Beruf sind nicht selten. Viele sind durch ihre sozialen Ängste trotz vorhandener Qualifikation nicht in der Lage, beruflich erfolgreich zu sein.

Die Posttraumatische Belastungsstörung

Unter einer posttraumatischen Belastungsstörung verstehen wir die verzögerte Reaktion auf ein extrem belastendes oder sogar lebensbedrohendes Erlebnis oder auch eine länger andauernde Situation der Gefahr oder Bedrohung. Typisch für diese Störung ist das häufige ungewollte Wiedererleben des Traumas oder einzelner Teilen desselben. Menschen mit dieser Angststörung haben dieselben körperlichen Empfindungen und Gefühle wie während des auslösenden Erlebnisses.

Diese Angstform kann ausgelöst werden durch schwere Unfälle, Naturkatastrophen aber auch als Folge menschlicher Grausamkeit – wie z.B. Folter, Krieg, oder sexueller Missbrauch. Betroffene sind oft sehr misstrauisch gegenüber allen Menschen und haben sehr große Probleme, Vertrauen aufzubauen. Oft haben sie auch falsche Schuldgefühle bis hin zu Selbsthass.

Weitere Phobien

Es gibt eigentlich fast nichts, wofür es nicht eine Phobie gibt. Manchmal ist es die Angst vor Situationen, manchmal vor bestimmten Objekten oder auch vor Tieren. Meist sind dies Dinge, die an sich überhaupt nicht beängstigend oder gefährlich sind. Dazu gehören beispielsweise die folgenden:

  • Akrophobie = Höhenangst
  • Aquaphobie = Angst vor Wasser
  • Aviophobie = Flugangst
  • Arachnophobie = Angst vor Spinnen
  • Canophobie = Angst vor Hunden
  • Glossophobie = Angst vor dem Sprechen  Gynäkophobie = Angst vor Frauen
  • Hämatophobie: Angst vor Blut
  • Hydrophobie = Angst vor Wasser
  • Hypochondrie = Angst vor Krankheiten  Phobophobie = Angst vor der Angst

Ursachen von Angststörungen und Panikattacken

Angststörungen und Panikattacken sind die häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Jeder sechste Erwachsene leidet in unserem Land an einer krankhaften Angststörung! Alle diese Angstformen werden von den gleichen körperlichen Symptomen begleitet, und diese sind:

  • Nervosität und Atembeschwerden
  • Zittern und Schwitzen
  • Beschleunigter Herzschlag bis hin zu Herzrasen
  • Steigender Blutdruck
  • Schwindel und Übelkeit
  • Erweiterung der Pupillen
  • Ansteigen des Blutzuckerspiegels

Was sind jedoch die Ursachen für Ängste und Panikattacken? Wie bei vielen seelischen Erkrankungen, gibt es auch hier mehr als nur eine Ursache. Meistens wirken körperliche und seelische Ursachen zusammen.

Körperliche Ursachen

Ängste können durch ein chemisches Ungleichgewicht im Körper entstehen, wodurch oft eine ausschließlich medikamentöse Behandlung gerechtfertigt wird. Oft werden Antidepressiva verschrieben in der Hoffnung, dass das Problem damit schnell beseitigt werden kann. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass eine chemische Unausgewogenheit bislang nur eine Annahme ist, die noch keine wissenschaftliche Bestätigung gefunden hat. Gegen diese Theorie spricht, dass viele Menschen in wirklichen Gefahrensituationen überhaupt nicht mit Ängsten oder Panikattacken reagieren, dafür aber in scheinbar harmlosen Alltagssituationen.

Eine weitere Ursache für die Entstehung von Angststörungen und Panikattacken vermutet man in Erkrankungen der Schilddrüse, insbesondere bei einer extremen Überfunktion. Auch psychische Störungen wie Demenz oder Nervenerkrankungen wie Multiple Sklerose oder Parkinson bringt man mit dem Entstehen von Angsterkrankungen in Verbindung.

Auch Medikamente können Ängste und Panik auslösen bzw. verstärken. Oft ist dies bei Antibiotika oder Psychopharmaka der Fall. Das Gleiche gilt für Alkohol und andere Drogen – auch sie verändern Denken und Wahnehmung. Depressionen und Ängste sind oft die Folge von Alkohol­ oder Drogenmissbrauch. Aber auch der umgekehrte Fall ist nicht selten – nämlich dass Angsterkrankungen in die Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen führen.

Sind körperliche Ursachen für die Entstehung von Ängsten und Panikattacke auszuschließen, liegen diese meist im Bereich der Psyche.

Psychische Ursachen

Viele Psychologen vertreten die Auffassung, dass Panikstörungen, Angsterkrankungen und auch Depressionen von einem ungelösten inneren Konflikt aus der Kindheit ausgelöst werden. Oft wird dieser Konflikt – also die wahre Ursache der Ängste ­ im Laufe der Jahre verdrängt. Kommt es später im Leben zu Panikattacken oder Angststörungen, weiß der Betroffene dann gar nicht, warum er diese Angst empfindet.

Ebenso können starke psychische Belastungen, aber auch permanenter Stress, Druck und Burnout zu Angsterkrankungen führen.

Eine weitere Annahme ist die sogenannte Lerntheorie, die von zahlreichen Psychologen vertreten wird. Diese geht davon aus, dass Angst sehr oft eine erlernte Reaktion ist. Beispiel: Eine Person, die gern Hunde mag und vertrauensvoll auf jeden

Vierbeiner zugeht, wird unerwartet schmerzhaft gebissen. Ab sofort begegnet diese Person Hunden mit Angst und Misstrauen. Dies kann sich zu einer dauerhaften Phobie vor Hunden entwickeln. Oder: Jemand, der gern und sicher Auto fährt, erleidet einen unverschuldeten Unfall. Ab sofort bereitet ihm das Fahren Unbehagen, das sich ebenfalls in eine handfeste Angst steigern kann.

Sie sind nicht allein!

Kennen Sie das? Als wäre es nicht genug, dass Ihnen scheinbar harmlose Alltagssituationen Angst bereiten, müssen Sie sich auch noch Sprüche anhören à la:

„Nun stell Dich nicht so an!“

„Komm schon, Armin, da ist doch nun wirklich nichts dabei!

„Aber die süße kleine Spinne tut Dir doch nichts!“

„Wir gehen alle zu dem Konzert, ausgerechnet Du willst zu Hause hocken?“

„Du musst Dich einfach nur trauen, Du wirst sehen, es ist überhaupt nicht schlimm!“

„Entspann Dich und atme dreimal tief durch, dann ist alles nur halb so wild!“

„Ich war schon dreimal auf dem Eiffelturm, und es hat mir nichts ausgemacht, also wirst Du es ja wohl auch schaffen!“

Auch ich habe diese und ähnliche Sprüche wieder und wieder gehört. Auch, wenn sie sicher gut gemeint sind – sie sind leiderüberhaupt nicht hilfreich, sondern bewirken vielmehr, dass man sich noch schlechter und noch mehr wie ein Versager fühlt.

Auf diese Weise leiden wir Betroffenen meist doppelt – zum einen die Panikattacken und Ängste, zum anderen das fehlende Verständnis in unserem Umfeld. Bei mir kam es sogar dazu, dass einige soziale Kontakte abgebrochen sind, die mir eigentlich wichtig waren und die mir viel bedeutet hatten. Ich konnte das Unverständnis und die „aufmunternden“ Worte einfach nicht mehr ertragen, während nichtbetroffene Menschen sich einfach nicht vorstellen können, wie sich eine Panikattacke oder eine Phobie anfühlt.

Dabei sind Angststörungen schon lange keine Seltenheit mehr – ganz im Gegenteil! Studien haben gezeigt, dass über dreißig Prozent aller Menschen im Laufe ihres

Lebens mindestens eine Panikattacke erleiden. Viele Betroffene deuten die Beschwerden einer Panikattacke als Warnung ihres Körpers, sich wieder einmal auszuruhen; manche tun sie sogar ganz ab. Bei einigen wenigen aber kann die Panikattacke in einen Teufelskreis münden und zu einer chronischen Angsterkrankung führen. 14 % und somit die meisten aller psychischen Erkrankungen sind Angststörungen! Allein in Deutschland leiden schätzungsweise etwa 11 Millionen Menschen an einer Angsterkrankung. Wahrscheinlich ist die Dunkelziffer noch höher, da viele Betroffene aus Scham nicht darüber sprechen und sich auch keine Hilfe suchen. Während über körperliche Beschwerden und Erkrankungen jedermann offen redet, sind psychische Probleme leider noch immer ein Tabuthema.

Was heißt das? Nun – das ist für Sie erst einmal eine gute Nachricht, denn Sie sind mit Ihrem Problem nicht allein, sondern in guter, vor allem aber in zahlreicher

Gesellschaft. Sie haben also überhaupt keinen Grund, sich für Ihre Ängste oder Panikattacken zu schämen. Und mit diesem Wissen fühlt sich das Ganze doch gleich nur noch halb so schlimm an, oder?

Du leidest schon seit längerem unter Panikattacken und möchtest endlich etwas dagegen tun? Doch welche Strategien und Verhaltensweisen sind wirklich erfolgreich? Ich lasse Dich mit Deinem Problem nicht allein und zeigen Dir hilfreiche Maßnahmen auf, damit die Panikattacken endlich der Vergangenheit angehören!

Angst und Panik sind aus evolutionsgeschichtlicher Sicht eine äußerst nützliche Sache. Wenn ein Mensch in eine gefährliche Situation kommt entsteht im Körper eine Stressreaktion. Hierbei werden die Botenstoffe Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet, die dafür sorgen, dass der Kreislauf auf Hochtouren gebracht wird, die Blutgefäße verengen sich, Herzschlag und Pulsfrequenz erhöhen sich und „überflüssige“ Funktionen wie Verdauung und Immunsystem werden heruntergefahren.

So stellt der Körper sicher, dass alle Energiereserven für einen möglichen Kampf oder eine Flucht mobilisiert werden.Und genau das passiert auch bei einer Panikattacke; das Herz beginnt zu rasen, wir schwitzen und der Puls beschleunigt sich – der Körper ist in Fluchtbereitschaft.
Bei einer Panikattacke liegt jedoch eine Fehleinschätzung der Situation durch unser Gehirn vor. Das heißt, es entsteht eine Stressreaktion, obwohl die Situation nicht bedrohlich ist.

Panikattacken treten häufig auf, nachdem man eine stressige Phase hinter sich gebracht hat. Dazu gehören z.B. Trennungen, finanzielle Notlagen, Krankheits- oder Todesfälle in der Familie, aber auch berufsbedingte Belastungen.

Über längere Zeit befindet sich der Körper in erhöhter Alarmbereitschaft und wenn man dann endlich entspannt, z.B. im Bus, im Einkaufszentrum oder auf dem Sofa bricht plötzlich die Panikattacke los.

Wie hilft gegen Panikgefühle?

Herzrasen, Schwindel, Muskelverspannungen, Benommenheit – eine Panikattacke kündigt sich durch viele verschiedene Symptome an. Krampfhaft versucht man sich abzulenken und sich zu beruhigen – häufig mit wenig Erfolg. Doch was hilft wirklich gegen Panikgefühle? Im Folgenden habe ich ein paar erprobte Tipps für Dich zusammengestellt!

  • Spreche zunächst mit Deinem Arzt oder eine Psychotherapeuten über Deine Symptome.
  • Versuche, bei Deinen Panikattacken auf Suchtmittel wie Nikotin oder Alkohol zu verzichten. Dies gilt übrigens auch für alle weiteren Formen von Angststörungen.
  • Bei einer Panikattacke solltest Du ganz bewusst langsam und tief ein- und anschließend noch langsamer ausatmen. Dehne dabei die Atempause zwischen dem Aus- und Einatmen etwas aus und zähle langsam in Einerschritten von von Eins bis Zehn: Einatmen – Ausatmen – „Eins“. Einatmen – Ausatmen – „Zwei“ usw.
  • Versuche, eine Kleinigkeit zu essen. Denn Aufregung und Stress treiben den Energieverbrauch in die Höhe, so dass es schnell zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen kann. Und die so hervorgerufenen Symptome weisen häufig eine frappierende Ähnlichkeit mit jenen einer Panikattacke auf.
  • Kämpfe nicht gegen die körperlichen Symptome an – diese sind zwar unangenehm, doch ungefährlich. Sie sind lediglich Anzeichen dafür, dass Dein Körper bei starken Angstgedanken heftig, doch im Grunde richtig reagiert. Denn nicht die körperlichen Symptome sind verkehrt – die Gedanken sind es!
  • Versuche also, Deine Gedanken zu kontrollieren. Wer beispielsweise bei Herzrasen an den letzten Herzinfarkt der geliebten Tante denkt, sendet seinem Körper die falschen Signale – dieser meint nun, er befindet sich ebenfalls in Lebensgefahr und wird alles tun, um nun der vermeintlichen Todesgefahr zu begegnen – Herzrasen und starkes -klopfen ist die Folge.
  • Denke positiv. So kannst Du den Schwindel beispielsweise als unangenehm, aber ungefährlich betrachten. Auf diese Weise kannst Du Dich selbst beruhigen. Zumal die Angst bei Mensch und Tier eigentlich dazu dient, im Notfall sofort volle Energie für die Flucht oder den Kampf zur Verfügung zu haben.
  • Trat der Angstanfall in einer bestimmten Situation auf wie etwa in einer Garage oder in einem Lift, und Du hast diesen Ort anschließend fluchtartig verlassen? Dann solltest Du diese Situation in Zukunft keineswegs vermeiden. Denn bei einer zu großen Angst vor der Angst werden die ängstlichen Gefühle umso mächtiger.

Lasse die gefürchteten körperlichen Reaktionen daher ruhig aufkommen. Denn unser vegetatives Nervensystem hat es von Natur aus so eingerichtet, dass die Angstgefühle sowie die körperliche Begleitsymptome automatisch wieder zurückgehen, solange wir nur eine bestimmte Zeit in der gefürchteten Situation bleiben.

Die Ursachen, Symptome und der Verlauf bei Panikattacken

Ursachen: Was waren die Ursachen meiner Panikattacken?

Meiner Meinung nach kann man zwischen zwei Bereichen für die Ursache von Panikattacken unterscheiden. Da hätten wir die langfristigen Ursachen und die akuten Auslöser.

Was waren die langfristigen Ursachen?

Meine Panikattacken Ursachen hatten einen tieferen Hintergrund. Ich möchte offen und ehrlich sein: meine Probleme lagen vor allem im Elternhaus. Ich wurde häufig unter Druck gesetzt und gab mir selbst dafür die Schuld. So musste ich erstklassige schulische Leistungen erbringen, sollte beruflich sehr weit kommen und wurde vom Gefühl gejagt, nicht gut genug zu sein.

Heute weiß ich, dass diese Grundstimmung der Auslöser für meine Panikattacken war. Natürlich ist es von Mensch zu Mensch unterschiedlich und erst eine längere Therapie bei einem Psychologen gibt dir Einsicht in deine Ursachen. Doch widmen wir uns nun bewiesenen Ursachen, die nicht auf jeden, aber auch viele Leidensgenossen zutreffen:

Die Ursachen für Panikattacken aus medizinischer Sicht

Die Angst ist ein überaus menschliches Gefühl. Sozusagen ein Schutzmechanismus der auch Leben retten kann. Eine Emotion, die uns dabei hilft Gefahren zu erkennen.

Diese Furcht ist rein natürlich und auch begründet. Wenn du eine Panikattacke hast, dann ist Sie also begründet. Nur kann man diesen Grund nicht sofort erkennen, was die Panik schnell verschlimmert. Halte dir also immer vor Augen, dass es auch bei dir einen Grund und eine Ursache für deine Panikattacken gibt.

Vielleicht trifft einer der folgenden Punkte auf dich zu!

Welche vier erwiesenen Auslöser und Ursachen für Panikattacken solltest Du kennen?

Gibt es biologische Auslöser?

Bereits dein Vater oder deine Mutter litt unter Panikattacken? Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Panikattacken Ursachen  genetisch bedingt sind.

Welche psychodynamischen Auslöser gibt es?

Hier werden Auslöser behandelt, die auf Vorkommnisse in deiner Kindheit zurückzuführen sind. Psychodynamische Auslöser können vielseitig sein. Dazu gehören Missbrauchsfälle, die Angst davor alleine zu sein, Gewaltdelikte oder Probleme in der Schule.

Und was ist mit den Auslösern durch Fremdstoffe?

Bei diesem Auslöser entstehen Panikattacken Ursachen durch die Einnahme von Medikamenten oder Drogen.

Oft ist es so, dass Antidepressiva das Risiko einer Panikattacke erhöhen. Ebenso Schilddrüsenpräparate und Suchtmittel.

Hier ein paar weitere Beispiele:

  • Antihistaminika
  • Erkältungsmittel
  • Herz-Kreislauf-Mittel
  • Schlaftabletten

Wenn du Medikamente gegen Panikattacken nimmst, dann solltest du dir zweimal überlegen, ob du diese absetzen möchtest. Medikamente überschatten grundsätzlich nur die Symptome und beseitigen nicht die Ursachen für die Panikstörung.

Panikstörung durch angelerntes Verhalten?

In der Kindheit ist es durchaus möglich, dass deine Gedanken aber auch deine Verhaltensmuster falsch konditioniert wurden. Auch dies kann eine Ursache für die Entstehung von Panikattacken sein. Hilfe sollte hier bewusst gesucht werden.

Die substanzinduzierte Angststörung – was solltest Du hierzu wissen?

Zusätzlich möchte ich einen wichtigen Punkt anbringen. Die Angstzustände, die durch Substanzen ausgelöst werden können. Das konnten wissenschaftliche Beweise vorlegen.

So ist es erwiesen, dass durch Substanzen wie Nikotin, Drogen, Koffein und Alkohol Panikattacken entstehen können. Sicherlich wurde dieser Punkt bereits aufgeführt. Dennoch verdient er meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit…

Aufputschende Drogen sorgen dafür, dass unser Kreislauf angeregt wird. Dadurch kann ein Blutzuckerabfall entstehen. Die Folge wäre eine Panikattacke. Wenn du davon übermäßig viel konsumiert, dann könnte das eine Ursache für deine Panikattacken sein!

Sehr gefährlich sind Drogen wie Amphetamine, LSD und Kokain. Ich selber habe davon nie Gebrauch gemacht. Trotzdem weiß ich, dass bei Betroffenen diese Drogen erst Panikattacken auslösten.

Warum?

Diese Drogen entfalten ihre Wirkung direkt am sogenannten „mediobasalen Schläfenlappen“ im limbischen System unseres Gehirns. Und genau dieser Bereich ist für Erregungszustände, Angstzustände aber auch emotionale Veränderungen abnormen Ausmaßes zuständig. Also wenn unser Körper uns vor einer abnormalen Gefahr warnen muss. Und durch diese Stoffe wird diese Gehirnregion manipuliert. Somit könnte jeder durch Konsum derartiger Drogen an Panikattacken erkranken.

Welche psychologische Ursachen stecken hinter den Panikattacken?

Hier eine Liste der psychologischen Ursachen, die Panikattacken auslösen können:

  • Eine vorangehende Depression
  • Eine Agoraphobie oder Klaustrophobie
  • Zwangsstörungen

Akute Ursachen einer Panikattacke?

Akute Ursachen beschreiben eine spezifische Situation, durch die es zu einer Panikattacke kommt.

Beispielsweise:

Du leidest unter einer sozialen Phobie, bist gerade beim einkaufen und stehst in einer langen Warteschlange. Du bist viel unter Menschen und eine Panik wird ausgelöst. Die langfriste Ursache liegt dann in deiner sozialen Phobie und die akute wird durch die vielen Menschen ausgelöst. Wenn du das erkennst, kannst du den Auslöser idedifizieren. Mir hat es enorm geholfen! Bedenke, erst wenn du weißt was Panikattacken sind, kannst du sie besiegen!

Welche akuten Ursachen gibt es?

Die akuten Ursachen sind mindestens genauso vielfältig, wie die Menschen individuell sind. Oft kommt die Panikattacke durch folgende Situationen zustande:

Körperliche Erkrankungen:

  • Mangel an Nährstoffen
  • Mangel an Aminosäuren
  • Schlechte Blutzuckerwerte
  • Virusinfektion
  • Hormonumstellungen

Welche psychischen Erkrankungen können Auslöser sein?

Psychosen, Depressionen oder Zwangsstörungen!

Stresssituationen:

  • Entlassung
  • Todesfall
  • Konfrontation mit einer schweren Krankheit (beispielsweise Krebs)
  • Finanzielle Probleme

Grundlegend könnte man die akuten Ursachen auch als Auslöser bezeichnen

Symptome: Was sind die Symptome von Panikattacken

Was sind typische Symptome bei Panikattacken?

>>Wie du in nur 5 Minuten deine Panikattacken SOFORT und für IMMER loswirst<<

Symptome bei Panikattacken können sich auf verschiedenen Ebenen äußern. So können sowohl physische als auch psychische Reaktionen auftreten. Hier will ich Dir einen Überblick über die wichtigsten Symptome geben:

Symptome

Beschreibung

Tipps

Schnellere Atmung, Herzrasen

Der Blutdruck steigt, das Herz schlägt unregelmäßig

Betont ruhiges und tiefes Ein- und Ausatmen

Übelkeit, Schwindelanfälle

Alles dreht sich, Kloß im Hals, man hat das Gefühl, sich gleich zu übergeben

Setze Dich am besten irgendwo hin, atme bewusst tief in den Bauch hinein, trinke etwas Erfrischendes

Mundtrockenheit, Atemnot

Auf einmal hat man sehr viel Durst, der Mund scheint wie ausgedörrt

Auch hier hilft, etwas Erfrischendes zu trinken (am besten ein Glas kaltes Wasser)

Erstickungsgefühle

Plötzlich erscheint alles ganz eng, man hat das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen

Fenster aufmachen und die kalte, klare Luft tief ein und ausatmen. Auch Bewegung an der frischen Luft ist häufig sehr hilfreich

Unsicherheits-, Benommenheitsgefühle

Alles erscheint plötzlich ganz weit weg zu sein, man meint, das ganze Geschehen ringsum hinter einer gläsernen Wand zu beobachten

Meditation, Atemübungen, autogenes Training, beruhigende Gedanken

Angst vor einem Kontrollverlust, Todesängste

Gedanken wie: „Ich werde sterben“, „Ich werde gleich ohnmächtig werden“ u.Ä.

Sage Dir immer wieder, dass dies nur körperliche Reaktionen sind, die völlig harmlos sind und Dir nichts anhaben können! Denn Du bist gesund und stark!

Meiden oder fluchtartiges Verlassen von bestimmten Situationen

Gedanken wie „Ich halte es hier nicht mehr aus“, „Wenn ich zu Hause bleibe, kann mir nichts passieren“, immer stärkerer sozialer Rückzug

Leider hilft diese „Strategie“ nicht wirklich, denn Du wirst immer isolierter und Dich immer einsamer fühlen. Hier hilft es, sich jemandem anzuvertrauen – ob einer Person aus dem Freundes- oder Familienkreis oder einem Psychotherapeuten.

H2: Angst vor der Angst – was tun?

Wie macht sich eine Panikstörung also bemerkbar? Zunächst möchte ich auf die rein körperlichen Angstsymptome eingehen, die in diesem Zusammenhang typisch sind:

  • Herzrasen
  • Schwindelanfälle
  • Schweißausbrüche
  • Atemnot
  • Übelkeit
  • verschwommenes Sehen
  • Kopfdruck
  • Druckgefühl in der Brust

Die Symptome können bei jedem Betroffenen unterschiedlich sein und verschieden stark ausfallen. Dazu gehören zudem:

  • Hitzewallungen oder Kälteschauer
  • Zittern
  • Mundtrockenheit
  • Seh- und/oder Gehörverlust
  • erhöhte Sensibilität/Sinneswahrnehmung
  • Enge in Brust und/oder Hals, Schluckbeschwerden
  • erschwerte Atmung, Erstickungsgefühl
  • Übelkeit, Magenkrämpfe/-schmerzen, Brechreiz
  • Derealisation und/oder Depersonalisation
  • Schweißausbrüche
  • Todesangst

Häufig denken Betroffene, sie hätten einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Darauf folgt dann die panische Angst zu sterben, wodurch sich die Stressreaktion noch verstärkt und letztendlich die Symptome auch weiter verschlimmert. So steigern sich die psychischen und körperlichen Symptome der Angstspirale immer weiter gegenseitig, bis die betroffene Person in Ohnmacht fällt, oder die Panikattacke von selbst wieder abebbt.

Dies passiert nach spätestens 30 Minuten, was auch damit zusammenhängt, dass die Energiereserven des Körpers dann zuneige gehen.

Häufig gehen die Betroffenen danach in eine Notaufnahme oder zum Arzt. Dies ist auch richtig, zumindest beim ersten Mal sollte man Gefäß- und Herzkrankheiten, neurologische Erkrankungen, epileptische Anfälle und Asthma ausschließen lassen.

Doch mit diesen physischen Reaktionen ist es leider nicht getan. Denn dazu kommen noch Gefühle wie Ausgeliefert sein, Ohnmacht und Kontrollverlust. Auch eine unmittelbare Todesangst ist leider sehr häufig.

Begleitet wird dies von Gedanken wie: „Das ist das Ende!“, „Habe ich einen Herzinfarkt?“, „Ich werde mich blamieren!“, „Ich werde verrückt!“. Auch ich habe diese Gedanken erlebt, immer und immer wieder. Und dann versucht, die Situationen, in denen die Panikattacken mich überfallen haben, zu meiden – oft fluchtartig.

Wenn ich nicht weg konnte, habe ich versucht, die Angst zu unterdrücken. Mit dem Resultat, dass sie nur noch stärker wiederkam. Auch Beruhigungsmittel habe ich das ein oder andere Mal geschluckt. Andere trinken Alkohol oder konsumieren sogar Drogen, um die Panikanfälle zu lindern.

Was sind die Anzeichen für eine Angststörung?

All diese Angstattacken Symptome sind deutliche Anzeichen dafür, dass Du unter einer Angststörung leidest! Das Krankheitsbild wird leider erst nach einiger Zeit festgestellt. Denn bei vielen steht nicht das subjektive Angstgefühl im Vordergrund, sondern die körperlichen Symptome!

So war es auch bei mir. Denn eine Angststörung betrifft ja nicht nur das seelische Erleben. Vielmehr ist auch der Körper stets mit involviert. Ich habe den Arzt eigentlich nur aufgrund meiner körperlichen Beschwerden aufgesucht – dass ich unter einer Angststörung leiden könnte, kam mir erst gar nicht in den Sinn.

Daher war ich überrascht, als mir der Arzt sagte, dass ich nicht etwa unter einer Herzerkrankung litt – sondern, dass alle Anzeichen auf eine Angststörung hindeuteten! Beobachte Deine Reaktionen – sowohl gefühlsmäßig als auch physisch und im Verhaltensbereich – daher genau.

Generalisierte Angststörung: Welche körperlichen Symptome gibt es?

Bei einer generalisierten Angststörung sehen die körperlichen Symptome etwas anders aus. Denn diese allgemeine Angst macht sich nicht etwa panikartig bemerkbar – vielmehr geschieht dies eher schleichend.

So wirst Du zunächst ein etwas mulmiges Gefühl verspüren, begleitet von einer inneren Anspannung und einer wachsender Unruhe. Der Druck in der Magengegend wächst und wächst, so lange, bis Du Dich wie gelähmt fühlst.

Gleichzeitig rasen Deine Gedanken wahllos hin und her, überlagern sich, schaukeln sich auf. Und es erscheint undenkbar, in dieser Situation ihnen Einhalt zu gebieten.

Solche angsterfüllten Zustände wird wohl jeder in belastenden Situationen oder in bestimmten Lebensphasen kennenlernen. Entscheidend ist jedoch, ob dieses Angstgefühl über längere Zeit bestehen bleibt! Ist dies der Fall, wird es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine generalisierte Angst handeln, die Ausdruck einer ernsten Angststörung ist.

Welche Ursachen stecken hinter den Panikattacken?

Welche Ursachen stecken hinter diesen Symptomen? Hier möchte ich Dir einige Beispiele geben:

Symptome

Mögliche Ursachen

Schwindelgefühle, Benommenheit

Niedriger Blutzucker, niedriger Blutdruck

Starke Angst bis Todesangst

Körperliche Erkrankungen wie Leberkrankheiten, Störungen im Kalzium-Haushalt oder auch eine Virusinfektion

Starke Angstgefühle bis Todesängste

Die Einnahme oder das Absetzen von bestimmten Medikamenten wie Antidepressiva, Erkältungsmittel, Schlaftabletten, Antihistaminika, Beruhigungsmittel, Herz-Kreislauf-Mittel oder Drogen (Halluzinogene, Kokain)

Vielleicht ist Dir zudem aufgefallen, dass Du bei einer Panikattacke besonders intensiv auf sämtliche Reize reagierst. Die Ursache hierfür liegt darin, dass Du Dich in einer Stresssituation befindest, in der es scheinbar keinen Ausweg gibt. Dies kann eine Trennung, ein Todesfall in Deinem Umkreis oder eine schwere chronische Erkrankung sowie eine finanzielle Notlage sein.

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Durch die angeborene erhöhte Angstbereitschaft und das hyperaktive Nervensystem wirst Du auf sämtliche Reize besonders stark reagieren. Und Dich gleichzeitig sehr viel langsamer an neue gewöhnen.

Welche weiteren Symptome Angst und Panikattacken solltest Du kennen?

Weitere Symptome bei Angst und Panikattacken sind, wie bereits erwähnt, das Meiden von bestimmten Situationen und die Angst, sich zu blamieren. Denn viele Betroffene verlangen von sich selbst, dass alles perfekt sein muss. Dies geht häufig einher mit einem sehr hohen Verantwortungsbewusstsein – ich kann davon ein Lied singen.
Es fällt daher sehr schwer, Grenzen zu setzen und den Ärger auszudrücken. Und dies wiederum führt zu Symptomen wie eben (Todes-) Ängsten und bedrohlichen Gedanken. Weil man nie gelernt hat, mit unguten Gefühlen umzugehen.
Symptome wie Angstgefühle können aber auch in Verbindung mit Psychosen, Zwangsstörungen und Depressionen stehen. Jedes Krankheitsbild ist anders und daher lässt sich nicht pauschal sagen, welche Ursache einer Angststörung zugrunde liegt. Daher gilt es, ganz genau hinzusehen und so viele Hintergründe wie möglich zu beleuchten.

All das kann natürlich einige Zeit dauern – zumindest war das bei mir der Fall. Gib daher bitte nicht gleich auf, sondern halte durch – auch wenn der Weg mitunter sehr hart und steinig erscheint!

Wie hängen Ursachen und Symptome zusammen?

Je nach Ursache können verschiedene Symptome auftreten. So führt die Einnahme von bestimmten Medikamente oder das plötzliche Absetzen zu starken Angstgefühlen – bis hin zur Todesangst.

Auch manche Erkrankungen wie Leberkrankheiten oder ein Mangel an Vitamin B1 kann zu körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Mundtrockenheit oder Ohnmachtsgefühlen führen. In den Wechseljahren kommt es übrigens ebenfalls häufig vor, dass diese körperlichen Symptome auftreten!

Stresssituationen sind ebenfalls sehr häufig ausschlaggebend für bestimmte Panikattacken Symptome. So ist es nicht selten, dass panische Gedanken auftauchen, dass sich eine Gedanken-Spirale in Gang setzt, die nicht mehr zu stoppen ist. Auslöser dafür waren meist belastende Ereignisse in der jüngeren oder weiter zurückliegenden Vergangenheit.

All dies kann sich ansammeln im Laufe der Zeit. Bei mir war es so, dass viele verschiedene belastende Ereignisse zusammen kamen. Jedes für sich wog nicht schwer, doch gemeinsam führten sie dazu, dass sich ganz allmählich eine Angststörung entwickelte.

Und so waren Gedanken wie „Ich glaube, ich werde sterben.“, „Ich habe gerade einen Herzinfarkt.“ oder „Werde ich ohnmächtig?“ schon bald nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken. Dies führte dazu, dass ich bestimmte Situationen ganz einfach zu vermeiden suchte und irgendwann kaum noch aus dem Haus ging.

Bis ich schließlich sozial total isoliert war – und umso einsamer. Auch dies sind leider typische Panikattacken Symptome, hinter denen viele verschiedene Ursachen stecken können. Auch das Einnehmen von Drogen oder Beruhigungsmitteln oder Alkoholsucht sind in diesem Zusammenhang leider nicht selten.

Die Ursache der Panik ist nicht das Symptom

Ursachen und Symptome hängen zwar eng zusammen, sind jedoch zwei verschiedene Dinge!! Dies ist nicht immer leicht zu erkennen, da sie sich eben bedingen. Doch bei dem Symptom handelt es sich um eine Reaktion des Körpers oder des Geistes.

Eine Reaktion auf eine bestimmte Ursache wie beispielsweise eine Stresssituation oder ein innerer oder äußerer Konflikt. Dies ist ähnlich wie bei einer „klassischen“ Erkrankung wie beispielsweise einer Erkältung: Das Abwehrsystem ist geschwächt, Du fängst Dir einen Virus ein und diese Ursache sorgt für Symptome wie Husten, Heiserkeit oder Schnupfen und Fieber.

Hinter jedem Symptom steckt also eine Ursache – auch bei einer Angststörung. Nehme daher sämtliche Anzeichen ernst und beobachte sie genau: In welcher Situation treten sie auf? Sind sie schon länger vorhanden? Und wie reagierst Du auf sie?

Findet der Arzt keine organischen Ursachen stellt er die Diagnose Panikattacke und empfiehlt, die weiteren Schritte mit dem Hausarzt oder auch einem Psychologen zu klären.

Das große Problem bei Panikattacken ist, dass viele Betroffene die Ursache für den Anfall in der Situation oder dem Ort suchen, an dem die Attacke aufgetreten ist. Sie versuchen dann, entsprechende Situationen und Orte zu meiden, um nie wieder eine Panikattacke zu erleiden.

Dies verschlimmert den Teufelskreis jedoch, denn so entsteht eine Erwartungsangst. Allein die Vorstellung, wieder an den Ort zurückzugehen bringt die Angst vor der Panikattacke und den damit verbundenen körperlichen Symptomen zurück. Dabei wird wiederum Adrenalin ausgeschüttet, das Herz rast wieder und durch die gesteigerte Angst, dass dies nun wieder eine Panikattacke ist, verstärken sich die Symptome und es entsteht eine neue Panikattacke.

Die gute Nachricht ist, dass Angststörungen therapierbar sind. ob man dies alleine schafft oder mit Hilfe eines Therapeuten ist jedem selbst überlassen.
Das allerwichtigste ist, dass man sich bewusst macht, dass man nicht wirklich in Gefahr ist, sondern dass der Körper die Situation fehlinterpretiert.
Beginnt also das Herz zu rasen, kann es schon helfen sich selbst immer wieder zu sagen „Das ist kein Herzinfarkt, sondern Panik. Es ist nicht bedrohlich, es geht vorbei. Ich habe es auch beim letzen Mal überstanden.“ Hilfreich kann auch sein, sich auf seine Atmung zu konzentrieren. Dabei kann man ruhig die Hand auf den Unterbauch legen und sich bildlich vorstellen, wie die Luft durch die Luftröhre in die Lungen fließt und schließlich durch den Mund wieder raus. Wichtig ist, sich zu beruhigen, um die Situation zu entschärfen und nicht in die Angstspirale zu verfallen.

Eine Konfrontationstherapie kann helfen, bestimmte Orte und Situationen mit Panikattacken zu assoziieren und diese so herbeizuführen.
Wenn man erstmal einen Anfall so abgewendet hat, ist es leichter jede weitere zu vermeiden.

Und was ist das Fazit so weit?

Unter Panikattacken zu leiden, ist sehr, sehr hart – ich habe es selbst erlebt. Lange Jahre litt ich unter starken Angstanfällen, bei denen es zu klassischen Reaktionen wie Herzrasen, Atemnot, Ohnmachts- und Benommenheitsgefühlen und Hitzewallungen kam.

Dazu noch die Gedanken wie: „Ich halte es nicht mehr aus“, „Ich werde gleich sterben“ oder „Ich glaube, ich habe einen Herzinfarkt“. Alles erscheint so schrecklich unwirklich und weit weg, wie hinter einer Glaswand. Und diese schreckliche Panik, die sich immer mehr aufbaut und niemals abebben will.

Ich habe typische Reaktionen gezeigt wie diese und jene Situation zu meiden oder einen bestimmten Ort fluchtartig zu verlassen. Dies hat jedoch nicht wirklich geholfen. Denn durch diesen Rückzug fühlt man sich nur noch isolierter und sehr, sehr einsam.

Vielmehr ist es ganz wichtig, die Ursachen hinter den Panikattacken Symptomen zu sehen: Was steckt dahinter? Ist es eine Konfliktsituation, eine kürzlich erfolgte Trennung, ein plötzlicher Todesfall in der Umgebung? Auch manche Erkrankungen oder die Einnahme beziehungsweise das Absetzen von Medikamenten können dafür verantwortlich sein.

Dabei gilt es jedoch, sehr genau hinzusehen. Denn jeder Betroffene bringt eben seine eigene Krankheitsgeschichte mit und daher gibt es leider auch kein Patentrezept, das bei allen und jedem wirkt.

Dies kann mitunter einige Zeit lang dauern – von der Zeit, die man braucht, bis man sich seine Angststörung eingesteht, ganz zu schweigen. Ich habe jahrelang mein Problem und meine Empfindungen negiert und abgetan. Und damit alles nur noch schlimmer gemacht. Nimm daher Deine Symptome ernst – sofern sie immer und immer wieder auftauchen und von einer starken Intensität sind.

Sprich mit Deinem Arzt darüber, vertraue Dich jemandem aus Deiner näheren Umgebung an und zögere auch nicht, einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Denn gemeinsam mit ihm kannst Du die Ursachen für Deine Panikattacken ausfindig machen, sie identifizieren und näher beleuchten.

Das dauert, wie gesagt, einige Zeit. Doch bitte gib nicht gleich auf, wenn die Panikattacken Symptome nicht von heute auf morgen verschwinden. Der Weg ist steinig und hart auf dem Weg zur Heilung und es kann den ein oder anderen Rückschlag geben. Doch es lohnt sich und am Ende wirst Du Dich wunderbar befreit und so stark fühlen. Glaube mir, denn ich habe das alles ebenfalls durchgemacht!

Welche Symptome von Panikattacken solltest Du noch kennen?

Nehmen wir folgendes Beispiel: du hattest Eltern, die oft sehr über ängstlich reagiert haben und beispielsweise ist deine Mutter sehr oft bei Kleinigkeiten zum Arzt gegangen. Dieses Verhalten hast du unterbewusst adaptiert. Wegen diesen tieferliegenden Ursachen kommt es bei dir (unwissentlich) zu einer Panikattacke und die ersten Symptome machen sich bemerkbar. Beispielsweise wird dein Kreislauf instabil, du beginnst zu schwitzen und am Körper zu zittern.

Diese Panikattacken Symptome verursachen eine gefährliche Wechselwirkung. Einen Teufelskreis, den du als Ursache für die Intensität bzw. intensivierung deiner Panikattacken unbedingt deuten musst. Denn dein Körper reagiert in Wechselwirkung zu deinem Kopf. Mit einem Schlag kommen Gedanken wie “oh mein Gott, was passiert gerade mit mir? Mein Körper befindet sich in einer großen Gefahr“.

Durch diese Wechselwirkung verschärft sich deine Panikattacke. Deswegen ist es wichtig, dass du die Ursachen von diesem Teufelskreis erkennst!

Was kann ich tun?

Wenn die ersten Symptome kommen ist das wichtigste die Stabilisierung deiner Atmung! Atme ganz tief ein und ganz tief aus. Versuche deinen Kopf freizumachen und dich mit aller Kraft auf einen einzigen Gedanken zu konzentrieren. Lass keinen anderen Gedanken in deinen Kopf! Das erfordert Training. Aber es wird dir helfen, deine Symptome abklingen zu lassen.

 Wie kannst Du die Ursachen erkennen?

Wenn du gesund werden möchtest ist es wichtig, dass du dir deiner Ursachen für Panikattacken bewusst wirst. Mir hat es unglaublich geholfen intuitive und subjektive Gründe gleichermaßen wie medizinische Fakten zu berücksichtigen. Ich habe in meiner Vergangenheit geforscht. Ich habe mit vielen Psychologen gesprochen. Ich habe Medikamente genommen und habe mich am Ende auf nur eine Sache konzentriert. Auf den Auslöser und die Ursache meiner Panikattacken.

Von Panikanfällen sind nicht nur hierzulande immer mehr Menschen betroffen. Doch was sind eigentlich die Ursachen für diese scheinbar so plötzlich auftretenden Angstattacken? Und welchen Verlauf nimmt diese Störung?

Zusammengefasst:

Die Ursachen

Die Symptome

Der Verlauf

Stresssituation: Man befindet sich in einer Konfliktsituation, für welche es scheinbar keine Lösung gibt.

Oder es besteht aufgrund einer Trennung, eines Todesfalls, einer Entlassung oder schweren Erkrankung eine Krise.

Körperlicher Bereich: steigender Blutdruck, schnellere Atmung, Kribbeln in den Beinen;

Schwindel, Übelkeit, „Kloß im Hals“, eventuell Durchfall und Harndrang;

Herzrasen, Zittern, Atemnot, Erstickungsgefühle, Enge in der Brust, Hitzewallungen, Kälteschauer, Taubheitsgefühle

1. Ungewohnte körperliche Zustände (Herzrasen, Schwindel, etc) treten auf, die als lebensgefährlich bewertet werden.

Hierauf wird nun mit Panik reagiert. Meist tritt dies in Situationen auf, welche als ausweglos und nicht kontrollierbar bewertet werden.

Persönlichkeitsmerkmale: Häufig sind die Betroffenen Perfektionisten, die sich für alles und jeden verantwortlich fühlen. Zudem können sie Ärger nur schlecht ausdrücken und auch das Grenzen setzen fällt ihnen schwer.

Gefühlsmäßiger Bereich: Unsicherheits-, Ohnmachtsgefühle, das Gefühl, nicht richtig anwesend zu sein, Angst vor einem Kontrollverlust, Todesangst

2. Aufgrund dieser ungewohnten Reaktionen herrscht eine tiefe Verunsicherung.

Um dies nie mehr erleben zu müssen, setzt nun die Vermeidungsstrategie ein.

Mithilfe von bestimmten Mitteln wie Beruhigungstabletten oder Alkohol soll zudem der gewohnte Tagesablauf aufrecht erhalten werden.

Körperliche Erkrankungen: Schilddrüsenfehlfunktion, Lebererkrankungen, Störungen im Kalziumhaushalt oder niedriger Blutzucker sowie Mangel an Vitamin B1;

Hormonumstellungen während der Wechseljahre

Gedanklicher Bereich: Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit, starke Ängste vor einer Herzattacke o.Ä.

3. Die Meidung greift immer weiter um sich und geht häufig einher mit einer zunehmenden sozialen Isolierung.

Psychische Erkrankungen:

Angstgefühle können häufig in Verbindung mit Depressionen, Zwangsstörungen und Psychosen stehen.

Im Verhaltensbereich: Meiden bestimmter Situationen, fluchtartiges Verlassen, Einnehmen von Beruhigungs- oder Suchtmitteln

4. Die Betroffenen glauben, an einer ernsten Erkrankung, Geisteskrankheit, Hirntumor oder Epilepsie zu leiden.

Medikamente:

Einige Medikamente können während der Einnahme beziehungsweise nach dem Absetzen Angstgedanken hervorrufen:

Schilddrüsenpräparate, Antidepressiva, Schlaftabletten, Herz-Kreislauf-Mittel, Beruhigungsmittel, Drogen wie Halluzinogene oder Kokain.

Bedenke, das wir ein ausführliches Coaching anbieten. Dieses erreichst du über den unteren Link. Hier zeigen wir dir, was du gegen Panikattacken tun kannst.

Schlafstörungen und Panikattacken – was tun?

Was lässt sich bei Schlafstörungen und Panikattacken unternehmen? Im Folgenden habe ich ein paar wertvolle und erprobte Tipps für Dich:

  • autogenes Training
  • (Achtsamkeits-)meditation
  • Aufsuchen eines Hausarztes, der gegebenenfalls geeignete Medikamente verschreibt
  • Aufsuchen eines Psychologen
  • versuchen, die Gedankenspirale rechtzeitig zu stoppen

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Helfen auch Panikattacken Medikamente?

Medikamente gehören bei einer Therapie von Angststörungen häufig dazu. Doch helfen diese wirklich? Keinesfalls solltest Du diese medizinischen Hilfsmittel dauerhaft benutzen und diese einnehmen, um nichts mehr wahrnehmen zu müssen.

Wichtig ist es nämlich, einen klaren Kopf zu bewahren, um weiter an Deinem Verhalten arbeiten und die Panikattacken letzten Endes besiegen zu können.
Zudem solltest Du niemals Medikamente einnehmen, ohne dies mit Deinem Arzt vorher abzusprechen. Arbeite zudem mit diesem einen Plan aus, wie lange diese Präparate eingenommen werden sollten!

Weiterhin solltest du darauf achten, dass du bei Panikattacken mit Ruhe arbeitest. Es ist wichtig, dass du möglichst kontrolliert an die gesamte Problematik herangehst und versuchst Lösungen zu finden, die transparent sind und nach Möglichkeit auch gut funktionieren. Diese Internetseite wird dir Praxisbeispiele geben, anhand derer du für dich Panikattacken ganz ohne Medikamente lösen kannst.

  • Beruhigungsmittel: Bei Panikanfällen werden häufig Beruhigungsmittel, auch Benzodiazepine genannt, verschrieben, wie beispielsweise Xanax. Diese werden vor der eigentlichen Panikattacke eingenommen.
  • Antidepressiva: Diese Mittel gehören zu der Gruppe der Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Bekannt ist beispielsweise Seroxat, das täglich eingenommen wird und genau wie ähnliche Präparate den Stoffwechsel des Gehirns über längere Zeit hinweg beeinflusst.

Homöopathie bei Panikattacken

Auch homöopathische Mittel können bei Panikattacken eingesetzt werden. Im Folgenden wollen wir Dir einige dieser Arzneien und deren Anwendungsbereiche genauer vorstellen:

Aconitum:

  • extreme Angst bis Todesangst
  • trockener Mund
  • schneller, harter Puls
  • große Unruhe

Empfohlene Dosierung von Aconitum: Tabletten D6

Argentum nitricum:

  • starke Angst bis Todesangst
  • Unruhe
  • Schwindel, Zittern
  • Magen-Darmbeschwerden wie Durchfall oder Krämpfe

Empfohlene Dosierung von Argentum nitricum: Tropfen D6

Opium:

  • Schlaflosigkeit
  • Zittern
  • Depression
  • Reflexlosigkeit
  • heißes, rotes oder schweißbedecktes Gesicht
  • Zuckungen der Muskeln an Beinen und Armen
  • kein Schmerzempfinden mehr
  • fast besinnungslos vor Angst und Schreck

Empfohlene Dosierung von Opium: Tabletten D6

Ignatia:

  • hysterisches Verhalten (abwechselndes Lachen und Weinen)
  • erhöhte Erregbarkeit
  • launenhaft
  • reizbare Schwäche

Empfohlene Dosierung von Ignatia: Tabletten D6

Coffea:

  • lebhaft erregter Körper und Geist
  • Schlaflosigkeit
  • schneller Puls
  • Herzklopfen
  • Schweiß

Überempfindlichkeit gegen Sinneseindrücke und Schmerz

Beachte jedoch, dass bei länger anhaltenden und schweren Beschwerden eine homöopathische Selbstbehandlung nicht mehr angebracht ist! Vielmehr solltest Du in diesem Fall unbedingt mit Deinem Arzt sprechen und gemeinsam mit ihm die weitere Vorgehensweise planen!

Was tun bei einer starken Panikattacke?

Häufig kann schon Bewegung bei einer starken Panikattacke helfen. Auch ein Spiel oder eine App, wo man sich konzentrieren muss, kann den Anfall zumindest mildern.
Versuche zudem, die Angst zuzulassen – so schwer dies mitunter auch sein mag. Mache Dir bewusst, dass die Panik nicht lebensbedrohlich ist und dass sie schon bald wieder nachlassen und aufhören wird. Wenn du bei Panikattacken was tun willst, dann beginne immer im Kopf!
Indem du auf den unteren Link klickst, erfährst du, was du gegen Panikattacken tun kannst. Vollkommen kostenlos!

Häufig hilft es auch, sich geistig einen Platz vorzustellen, der einem Halt gibt – den sogenannten „Wohlfühlort“. Auf diese Weise kannst Du ebenfalls viel Kraft und Stärke gewinnen.
Wichtig ist, sich nicht von der Angst kontrollieren zu lassen. Trete ihr daher mit „hochgekrempelten Ärmeln“ entgegen, schreie sie an oder rede ganz rational mit ihr – das hilft ebenfalls!

Was tun, wenn man alleine ist?

Besonders, wenn man alleine ist, können Panikattacken umso bedrohlicher wirken. Doch was kann man in diesem Fall tun?

Mache Dir bewusst, dass die Angst selbst Dir nichts tut – und auch all das, was die Angst in Dir auslöst! Auf diese Weise können die Anfälle nach und nach ihren Schrecken verlieren. Versuche zudem, langsam und tief ein- und auszuatmen – auf diese Weise beruhigen sich Körper und Geist in der Regel wieder.

Panikattacken sind vielmehr ein Zeichen dafür, dass Du Dich an einem Punkt befindest, an welchem es nicht mehr weitergeht. Oder dass Du Dich in einer Situation befindest, mit der Du nicht mehr alleine fertig werden kannst.
Das Aufsuchen eines Psychologen kann dabei sehr viel bewirken. Auch autogenes Training oder verschiedene Entspannungspraktiken können hierbei Abhilfe schaffen.

Tu es ohne Zwang, ohne Leistungsdruck, nicht zielorientiert. Ich weiß, gerade das ist in einer solchen Situation besonders schwer, denn du willst ja, daß es aufhört.

Doch sicher ist, zwar kommt irgendwann diese erste, diese schreckliche, erschreckende Attacke, doch vorausgegangen sind viele Jahre des unbewußten Vorbereiten dieses Augenblicks. Was auch immer dies gewesen sein mag, es ist deins, es ist immer sehr persönlich und darum gibt es auch leider kein allgemeingültiges Rezept. Denn du bist einzigartig, und so ist es auch deine Angst.

Sei stark, ich versichere dir daß du wachsen wirst an dieser Sache. Es kann dauern, es kann weh tun und du wirst durch so manches dunkle Tal gehen, doch es wird der Tag kommen an dem du glücklich sein wirst dies alles erlebt zu haben, denn du hast dich selbst gefunden.

Und falls es dich interessiert, oder andere mich für anmaßend halten mögen:
Ich habe selbst vor mittlerweile fünfundzwanzig Jahren diese erste Panikattacke gehabt und bin durch die Hölle gegangen, tausend Ärzte verschlissen um irgendwann eine Selbsthilfegruppe (Ich weiß wie schlimm dieses Wort klingt) zu gründen, viele habe ich kennengelernt und eines einte uns und gab uns Kraft:

Kann jeder Panikattacken besiegen?

Panikattacken sind vielmehr ein Zeichen dafür, dass Du Dich an einem Punkt befindest, an welchem es nicht mehr weitergeht. Oder dass Du Dich in einer Situation befindest, mit der Du nicht mehr alleine fertig werden kannst.
Das Aufsuchen eines Psychologen kann dabei sehr viel bewirken. Auch autogenes Training oder verschiedene Entspannungspraktiken können hierbei Abhilfe schaffen.

Tu all dies jedoch ohne Leistungsdruck und ohne Zwang – auch wenn dies zunächst etwas schwer sein mag. Setzt Du Dich wirklich und ehrlich mit Deiner Angst auseinander, wirst Du an dieser Sache wachsen, so dass Du gestärkt aus ihr hervorgehen kannst.

Jeder kann Panikattacken besiegen – auch Betroffene, die jahrelang an dieser Angststörung leiden. Du bist nicht alleine – scheue Dich daher nicht, Kontakt zu anderen aufzunehmen und zweifle niemals an Deiner Stärke, die Panikattacken besiegen zu können!