Panikattacken nach Trennung

Eine Trennung ist für die Betroffenen oft nicht einfach. Viele sprechen von starken Angst- und Panikattacken die sie in dieser Zeit prägen und auch stark beeinträchtigen. Immerhin hat es oft eine große Auswirkung auf das Leben der einzelnen Personen, da sich dadurch einige Veränderungen ergeben, welche Umstrukturierungen erfordern. Gerade bei Trennungen mit schmerzhaftem Ende, ist es schwer, anschließend wieder positive Lebensenergie zu schöpfen. Häufig haben Trennungen die Folgen, das die Betroffenen anschließend an Depressionen leiden und sich sehr schwer tun, wieder in den Alltag zurück zu finden.

Doch wie sollten Betroffene damit umgehen?

Zuerst sollte man sich klar darüber werden, das zu Trennungen immer dazu gehört, dass man sich danach sehr alleine oder auch verloren fühlt. Eine Trennung ist nie einfach, aber man ist damit nicht alleine – viele leiden danach noch enorm unter dem getrennten Weg, der danach beschritten wird. Immerhin hat man mit dem Partner sehr viel Zeit verbracht und diese auch genossen und als „normal“ angesehen, was man plötzlich nicht mehr haben kann. Man beginnt diese zu missen. Es ist eine starke Umgewöhnung wenn man dann viele Dinge, die man gemeinsam erledigt und geteilt hat plötzlich alleine machen muss. Daher sollte man sich an diesem Punkt immer wieder vor Augen führen, dass genau dieser Schritt der Trennung wohl das Beste für einen ist und es jemanden anderen gibt, der für einen bestimmt ist und man mit der Person, von der man sich getrennt hat, vermutlich noch durch so einige Höllen gegangen wäre. Dies hätte einen sicher noch unheimlich viel Kraft und Tränen gekostet, welche einem dadurch erspart wurden. Zudem sollten Personen, die von psychischen Vorbelastungen geprägt sind, vor allem in dieser Zeit, psychotherapeutische Beratung aufsuchen und sich nicht alleine durch diese meist schmerzhafte und unangenehme Zeit quälen.

Die Zeit nach der Trennung

Wir erschweren uns das Alleinsein dadurch, dass wir uns ständig mit Gedanken umher schlagen, was der andere jetzt wohl macht. Ob er schon wieder andere datet, mit einer anderen Person intim wird, die Wohnung teilt und seine Familienplanung dann mit ihm oder ihr in Angriff nimmt. Der Gedanke einen neuen Partner oder eine neue Partnerin an der Seite des Ex-Partners zu sehen, ist ein Gefühl, was einen erniedrigt und einen wahnsinnig machen kann. Oft kommt auch die Angst dazu, das man keinen neuen Partner findet und sich vor dem Alleinsein fürchtet oder auch die Angst vor eventuellen Engpässen, wenn man sich schon in einem höheren Alter befindet.

Was tun gegen Panikattacken?

Prinzipiell gibt es kein Mittel gegen die Angst verbunden mit Panik. Man kann nur lernen damit umzugehen, mit dem Hintergedanken, dass es sich hierbei um keinen Dauerzustand handelt, auch wenn viele das in dieser Zeit oft nicht sehen. Es hilft, mit anderen darüber zu reden, vor allem mit Personen, die dasselbe durchlebt haben und inzwischen wieder glücklich durch das Leben gehen. Es kann auch helfen der Situation ins Auge zu sehen und sich nicht den Contra-Punkten zuzuwenden, sondern sich klar zu werden, welche positiven Seiten diese Trennung auch haben könnte.

  • Zum Beispiel können Folgende positive Punkte eintreffen:
  • – Freiheit
  • – die Chance auf einen neue, stärkere Liebe
  • – Freizeitbeschäftigungen denen man sich vor der Trennung nicht oder selten widmen konnte
  • – mehr Zeit für Freunde und Familie
  • – Selbstbestimmter leben

Aber wie stellt man die Panikattacken und Ängste vor einer neuen Beziehung ab?

Nach einer schmerzhaften Trennung bauen viele ein Schutzschild auf. Sie haben Angst davor, nochmal einem Menschen zu vertrauen und für diesen Gefühle zu entwickeln. Man hat Angst wieder in einer schmerzhaften und nervenaufreibenden Trennung zu enden. Die Ungewissheit, ob man das nochmal durchleben muss, bringt viele dazu, erst gar nicht eine neue Beziehung zu beginnen, um sich diese doch sehr harte Zeit, zu ersparen. Genau diese Sorgen, die man Vorweg hat, wandeln sich dann in Distanz, welche von Panikattacken zeugen und einen blind machen können, wenn dann plötzlich der „richtige“ Partner vor einem steht. Man darf sich von Trennungen nicht einschüchtern lassen. Eine Trennung ist zwar ein extremer Rückschlag für einen und lässt einen vorsichtiger werden, was zukünftige Beziehungen angeht. Jedoch sollte man nach einer Zeit der Selbstfindung nach der beendeten Beziehung, sich dem neuen öffnen und sich nicht komplett verschließen. Denn warum sein Glück verbauen nur weil es mit einer anderen Person nicht funktioniert hat? Und vielleicht ist es manchmal ganz gut etwas vorsichtiger zu werden bevor man eine neue Beziehung beginnt.

Wichtig ist es den Kontakt zur Außenwelt, nach einer Trennung, nicht zu verlieren. Sich Zuhause zu barrikadieren verstärkt oft Depressionen und Trauer. Man sollte viel unternehmen und sich von den negativen Gefühlen und Gedanken ablenken. So bekommt man schneller neue Energie und neuen Mut, über den Partner hinweg zu kommen und wer weiß, vielleicht lernt man dann auch schon bald jemanden kennen der einem solch eine Trennung erspart und mit dem man anschließend gemeinsam – ohne Trennung – durch das Leben gehen kann. Es ist wichtig sich selbst nicht zu verlieren. Hilfreich ist die 5 Phasen Strategie. Die jeder nach einer Trennung anwenden kann. Zu sehen ist sie hier. Auch wenn der Kopf immer versucht einen zu schützen und es einem schon wie eine Phobie erscheint, wie sich der Körper vor eventuellen Schlussstrichen zu schützen versucht, man sollte sich nicht davon abbringen lassen sich wieder auf eine Person einzulassen. Denn wie heißt es so schön: wer nicht wagt gewinnt und klar, man möchte nie eine Person verlieren die einem an das Herz gewachsen ist und die man lieben gelernt hat. Aber warum sollten wir einer Person hinterher rennen, die scheinbar nicht die selben Gefühle teilt? Man sollte eine Trennung als neue Chance sehen, eine neue Möglichkeit, durch die nun neu Erkannten Faktoren, die einem bei dem vorherigen Partner gestört haben, nun eine Person zu finden, die in diesen Hinsichten besser zu einem passt beziehungsweise in diesen Punkten keine Streitigkeiten oder Tränen verursacht. Eine Trennung ist kein Ende, nein, sie ist eine Chance auf eine noch schönere und intensivere Liebe als wir es je zuvor erlebt haben. Eine Liebe ohne Ende, eine Liebe, die der Zufriedenheit von beiden Seiten entspricht und in der man auch über kleine Fehler des anderen hinwegsehen kann, da man sich kein Leben mehr ohne den Anderen vorstellen kann.