Panikattacken Therapie

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Du leidest schon seit einiger Zeit unter Panikattacken und möchtest endlich etwas dagegen unternehmen? Nun hast Du Dich für eine Angstattacken Therapie entschieden – doch weißt Du nicht, welche die beste ist? In diesem Beitrag möchte ich Dir einige Strategien und wichtige Medikamente vorstellen!

Was sind die Ursachen von Panikattacken?

Einer Panikstörung können verschiedene Ursachen zugrunde liegen – sowohl physische als auch psychische. Hier möchte ich Dir einen kurzen Überblick über die Ursachen der Panikstörung geben:

Körperliche Ursache

Psychische Ursache

Bedrohliche Krankheitsdiagnosen (z.B. Krebs, chronische Erkrankungen)

Stress Burnout

Asthma, Herzerkrankungen

Angsterkrankungen (Phobien, Panikstörungen, generalisierte Angststörungen)

Erkrankungen des Nervensystems (z.B. multiple Sklerose, Parkinson Krankheit, Demenzerkrankungen)

Depressionen, Belastungs- und Zwangsstörungen

Schilddrüsenstörungen mit einer ausgeprägten, lebensbedrohlichen Überfunktion

Traumatische Erlebnisse

Bestimmte Medikamente (manche Neuroleptika, Antibiotika), auf deren Nebenwirkungen reagiert wird

Alkoholsucht

Drogenmissbrauch

 

Panikattacken Therapie mit Medikamenten

Medikament

Wirkung

Weitere Bemerkungen

Antidepressiva

wirken angst- und spannungslösend sowie stimmungsaufhellend

Zeigen Wirkung allerdings erst nach 2 bis 3 Wochen, langsame Dosissteigerung erforderlich; gute Erfolgsaussichten

Neuroleptika

Dämpfend, entspannend, bei schizophrenen Psychosen

Beeinträchtigt stark das Reaktionsvermögen, daher kein Autofahren oder das Bedienen von Maschinen erlaubt; starke Nebenwirkungen

Tranquilizer

Schlaffördernd,a ngstlösend, muskelentspannend, emotional dämpfend

bei hoher Dosierung Beeinträchtigung der bewussten Wahrnehmung

Betablocker

Reduzieren die körperlichen Begleiterscheinungen (wie Zittern, Schwitzen, Magen-Darm-Beschwerden), senken den Blutdruck und den Puls

Kein Einfluss auf die Nervosität, das Angstempfinden und die Reizbarkeit

Bitte sprich vorher genau mit Deinem Arzt darüber, welches Medikament für Dich geeignet ist! Zudem solltest Du Dir über die Nebenwirkungen im Klaren sein und das Medikament nicht ohne ärztlichen Rat absetzen!

Panikattacken und Homöopathie?

Auch homöopathische Mittel werden für die Behandlung von Panikattacken immer beliebter. Ich habe im Zuge meiner Therapie ebenfalls einiges davon ausprobiert und möchte Dir meine Erfahrungen gerne weitergeben.

Dass pflanzliche Naturheilmittel Ängste reduzieren sowie beruhigen können, ist erwiesen. Dazu zählen neben Baldrian auch Hopfen oder Johanniskraut. Der Vorteil: Es kommt zu keiner Abhängigkeit und sie weisen kaum Nebenwirkungen auf. Bitte sprich jedoch unbedingt vorher mit Deinem Arzt oder Apotheker, bevor Du Dich für ein bestimmtes Mittel entscheidest!

Wie sieht die Panikattacken Behandlung mit homöopathischen aus?

Doch wie heilt Homöopathie eigentlich? Hier gilt der Grundsatz: „Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt.“ Daher lösen die pflanzlichen Arzneimittel unverdünnt die Beschwerden aus, die stark verdünnt kuriert werden. Mit den natürlichen Medikamenten werden also die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt. Insbesondere gute Erfahrungen habe ich mit Aminosäuren wie z.B. Tryptophan und GABA gemacht.

Bitte gehe jedoch zum Arzt, wenn:

  • Körperreaktionen wie Herzklopfen, Appetitlosigkeit, plötzliches Herzjagen, Schwindelgefühle, Durchfälle auftreten
  • Du ständig grübeln musst
  • Du unter mehr als drei Wochen ununterbrochen anhaltenden Schlafstörungen leidest
  • ständige Negativgefühle auftreten
  • Du unter lähmender Energielosigkeit leidest.

Homöopathie bei Angst und Panikattacken

Welche Mittel helfen nun bei Angst und Panikattacken? Mir haben folgende natürlichen Medikamente geholfen:

  • Arsenicum album D12 (weißes Arsenik): schützt vor starker innerer Unruhe, ist vor allem nachts sehr hilfreich
  • Kalium carbonicum D12 (Pottasche): gut bei Menschen mit einem sehr großen Pflichtbewusstsein, die stark an sich zweifeln und dabei die eigene Verletzlichkeit verstecken
  • Zincum metallicum D12 (Zink): gut, wenn sich die innere Spannung in körperlicher Unruhe ausdrückt
  • Argentum nitricum D12 (Silbernitrat): wirkt beruhigend vor einer Prüfung oder einem Job-Gespräch, aber auch bei allgemeinen Zukunftsängsten, bei Höhen- oder Platzangst.
  • Aconitum D12 (Blauer Eisenhut): kann Panikattacken lindern und stoppen, hilft sehr gut bei Atemnot
  • Gelsemium D12 (Gelber Jasmin): schenkt neuen Lebensmut, sehr gut bei lähmenden Schmerzen, die sich vom Nacken und Hinterkopf bis hoch zur Stirn ziehen
  • Phosphorus D12 (Gelber Phosphor): entspannt, sehr gut bei großer Furchtsamkeit
  • Pulsatilla pratensis D12 (Küchenschelle): gegen die Neigung, für alle Fehler die Verantwortung zu übernehmen, hilft bei einem realistischeren Blick auf die Umgebung
  • Natrium chloratum D12 (Kochsalz): wirkt entlastend bei ständigen Grübeleien über die Fehler in der Vergangenheit oder bei altem Kummer
  • Aurum metallicum D12 (Gold): bringt Dir neue Energie, stärkt das Selbstvertrauen
  • Bryonia D12 (Zaunrübe): verringert die Reizbarkeit
  • Chamomilla recutita D12 (Kamille) lindert aggressive Zornausbrüche, schenkt innere Ruhe
  • Colocynthis D12 (Bittergurke) stärkt ein sehr schwaches Nervenkostüm

Bevor Du ein homöopathisches Mittel einnimmst, solltest Du mindestens 30-60 min vorher nichts essen und trinken. Dies gilt auch für den Zeitraum nach der Einnahme.

Die Globuli werden mit der Zunge in die Wangentasche geschoben und nicht geschluckt. Bei Arzneimitteln der Potenzen D3 und D6 gilt: drei Mal täglich 5 Globuli, von D12 zwei Mal täglich 5 Globuli einnehmen.

Panikstörung Therapie – welche Formen gibt es?

Heute gibt es ja eine ganze Reihe an verschiedenen Therapieformen, um die Panikstörung zu überwinden. Da jeder Mensch einzigartig ist, hilft auch bei jedem etwas anderes. Bei mir hat es einige Zeit gedauert, bis ich die perfekte Panikstörung Therapie für mich gefunden habe.

Und bis ich überhaupt zu einer Panikattacken Therapie bereit war. Denn lange Zeit nahm ich meine Empfindungen nicht ernst, redete sie herunter und schämte mich dafür. Erst, als die Angst mich mehr und mehr beherrschte, als sie meinen Alltag sehr stark beeinträchtigte, hatte ich den Mut, mich jemandem anzuvertrauen.

Wichtig ist zunächst einmal, die Angst zu identifizieren: Handelt es sich um eine spezifische Angststörung, die sich beispielsweise auf das Fliegen oder auf Prüfungen bezieht? Dann helfen sehr häufig verhaltenstherapeutische Programme sowie Entspannungsmethoden.

Das kann auch bei leichteren Ängsten wie etwa einer häufigen Besorgnis oder bei einer allgemein ängstlichen Grundhaltung helfen. Sprich jedoch unbedingt vorher ausführlich mit Deinem Arzt darüber, bevor Du Dich für eine diesbezügliche Therapie entscheidest! Eventuell kommt auch eine Klinik für eine Behandlung in Frage.

Sehr wichtig war für mich auf, meine Konflikte aufzudecken und aufzuarbeiten. Dabei hat mir eine Psychotherapie sehr geholfen. Dabei kamen nicht nur die Hintergründe meiner Ängste hervor, sondern ich habe auch alte, unbewusste Denkweisen und Mechanismen identifizieren können. Auch so können belastende Auseinandersetzungen sowie Ängste, die sich auf andere beziehen, gelöst werden.

Welche Methoden gibt es noch?

Ganz wichtig war für mich auch das Erlernen von bestimmten Entspannungsmethoden. Auch hierbei hilft bei jedem natürlich etwas anderes. Gut sind jedoch autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Biofeedback. Mit letzterem kannst Du bestimmte körperliche Funktionen mithilfe elektronischer Geräte wahrnehmen und anschließend willentlich beeinflussen.

Ganz wichtig ist natürlich auch der Abbau von Stress. Wenn ich mir alltägliche Arbeiten am Abend zuvor oder am Morgen gut einteile, kann ich sie sicherer bewältigen und bin dadurch weniger gestresst. So habe ich auch meine ängstliche Dauerspannung besser in den Griff bekommen.

Sehr hilfreich kann dabei ein Kurs im Stressmanagement sein, der von psychotherapeutischen Praxen, Volkshochschulen und Gesundheitszentren angeboten wird.

Und natürlich ist ein gesunder Lebensstil sehr wichtig. Ich weiß, dass hört sich alles jetzt sehr selbstverständlich an, doch es macht sehr viel mehr aus, als man zunächst denkt. Versuche daher, bewusst und gesund zu genießen und Dich regelmäßig körperlich zu bewegen.

Das stärkt nicht nur Deine Körperfunktionen, sondern gibt Dir auch positive Energie, die wiederum die Selbstheilungskräfte ankurbelt. Und man glaubt gar nicht, wie gut schon ein kurzer Spaziergang um den Block tun kann!

Und das Fazit?

Therapien für Angststörungen gibt es heute ja viele. Leider gibt es „das“ Patentrezept nicht – jeder Mensch ist eben verschieden und bei jedem Betroffenen kann etwas anderes positiv anschlagen.

Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich die richtige Therapie für meine Panikattacken entdeckt hatte. Gib daher bitte nicht gleich auf, wenn eine Behandlung nicht sofort bei Dir positiv wirkt.

Egal, ob Du Dich für ein Arzneimittel oder ein homöopathisches Mittel entscheidest: Bitte konsultiere vorher einen Arzt! Der kann Dir nämlich am besten sagen, ob das jeweilige Medikament für Dich geeignet ist. Auch eine Änderung der Dosierung oder eine Absetzung solltest Du nicht ohne vorherige Absprache unternehmen!

Meine Erfahrungen

Ich selbst habe mich damals für die Kognitive Verhaltenstherapie entschieden.

Die Kognitive Verhaltenstherapie in der Behandlung von Angststörungen

Die kognitive Verhaltenstherapie (kurz: KVT) ist eine der verbreitetsten und am besten untersuchten Formen der Psychotherapie. Hier werden zwei Therapieansätze kombiniert, und zwar die kognitive Therapie und die Verhaltenstherapie.

Der Begriff „kognitiv“ ist vom lateinischen „cognoscere“ abgeleitet und bedeutet „erkennen“. Das bedeutet, in einer kognitiven Therapie geht es darum, Gefühle und Gedanken sowie das daraus resultierende Verhalten zu „erkennen“, mit dem Ziel, belastende, falsche oder beängstigende Überzeugungen aufzudecken und zu verändern. Denn meist sind es nicht nur die Dinge und Situationen selbst, die uns Probleme bereiten, sondern auch die Bedeutung, die wir ihnen beimessen.

Idee der kognitiven Verhaltenstherapie  ist es, dass, alles, was wir denken, wie wir uns fühlen und wie wir uns verhalten, eng miteinander in Zusammenhang steht – und dass alle diese Faktoren einen entscheidenden Einfluss auf unser Wohlbefinden haben.

Negative Denkmuster entwickeln sich manchmal zu einer „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“ und machen vielen Betroffenen das Leben schwer. Mit Hilfe einer kognitiven Therapie kann man jedoch lernen, sie durch realistischere und weniger schädliche Gedanken zu ersetzen. Die kognitive Verhaltenstherapiehilft dabei, klarer zu denken und die eigenen Gedanken besser zu kontrollieren.

Besonders in der Behandlung von Ängsten und Depressionen hat sich die kognitive Verhaltenstherapie als sehr effektiv erfolgreich erwiesen.

Auch ich hatte mich damals zu einer solchen Therapie entschlossen. Meine Therapeutin hat mir einen 30-­Tage­-Plan vorgeschlagen, der auch sehr gut funktioniert hat. Dieser Plan läuft folgendermaßen ab:

Zunächst finden Therapeut und Patient gemeinsam heraus, was die Ursache der Angst ist. Anschließend führen beide 30 Tage lang ein Tagebuch über Entwicklung und Fortschritte des Angstpatienten.

Beispiel: Heute stand Einkaufen auf meinem Tagesplan. Ich brauchte dringend neue Lebensmittel und auch Dinge für den Haushalt. Ich bekam jedoch eine Panikattacke beim Gedanken an die vielen Menschen im Einkaufszentrum, an das Gedränge und an den Lärm. Wovor hatte ich Angst? Davor, mich mit Keimen anzustecken, weil dort so viele andere Menschen unterwegs sind. Davor, etwas falsch zu machen, mich lächerlich zu machen, zu stolpern, ausgelacht zu werden. Aus diesem Grund habe ich den dringend notwendigen Einkauf nicht erledigt, sondern bin zu Hause geblieben.

Als nächstes beschreibt der Patient seine Angst als etwas, das außerhalb seines Selbst steht, und das deshalb ganz einfach gesteuert und kontrolliert werden kann. Nun schreibt der Patient eventuelle negative Folgen seines Verhaltens auf. Beispiel: Ich bin aus Angst nicht einkaufen gegangen, deshalb habe ich nun kein Vanilleeis, das ich so liebe, und das ich jetzt so gern essen würde. Oder: Ich bin aus Angst nicht einkaufen gegangen, nun kann ich meiner Tochter morgen zum Geburtstag keinen Kuchen backen, weil mir die Zutaten fehlen.

Als nächstes werden die negativen Gedankenmuster durch positive ausgetauscht. Und so geht es:

Herausforderung der negativen Gedanken:

Nun wird realistisch geprüft, was an den negativen Gedanken dran ist. Wie wahrscheinlich ist es, dass einem bei einem Einkauf etwas passiert? Wie hoch ist die

Wahrscheinlichkeit, sich dabei mit einer gefährlichen Krankheit anzustecken? Wie oft ist es in der Realität tatsächlich passiert, dass man ausgelacht wurde, dass man sich lächerlich gemacht hat? Genau ­ wahrscheinlich nie. Wie viele Menschen gehen täglich ins Einkaufszentrum oder in den Supermarkt, wie vielen passiert dort etwas? Genau, bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen kommen alle lebend und unversehrt zurück.

Ersetzen negativer Gedanken durch positive

Nun muss der Patient sich bewusst machen, dass ihm – um bei dem Beispiel zu bleiben – beim Einkaufen nichts passieren kann, dass seine Ängste nichts mit der Realität zu tun haben. Er muss sich bewusst werden, dass er eine starke und gesunde Person ist, dass sein Immunsystem sehr gut funktioniert und er sich nicht mit einer tödlichen Krankheit infizieren wird, wenn er beim Einkaufen Dinge berührt, die vor ihm schon viele andere Menschen angefasst haben. Dass er

seinen Einkauf erledigen kann wie jeder andere auch, dass es keinen Grund gibt, sich lächerlich zu machen. Diese Gedanken müssen dann jedes Mal in der betreffenden Situation wiederholt werden. Es braucht eine gewisse Zeit, aber nach einer Weile haben die neutralen bzw. positiven Gedanken die negativen verdrängt und sich bereits verselbständigt.

Dies war jetzt ein fiktives Beispiel, wie eine kognitive Verhaltenstherapie abläuft und hat nichts mit der konkreten Therapie zu tun, die ich absolviert habe.

Die Konfrontationstherapie

Die Idee einer Konfrontationstherapie ist es, dass man eine Angst am besten überwindet, wenn man nicht vor ihr davonläuft, sondern sich ihr stellt. Dahinter steht das Wissen, dass Vermeidung und/oder Flucht die Angst

verstärken. Deshalb arbeitet diese Art der Therapie damit, den Betroffenen gezielt mit dem Objekt seiner Angst zu konfrontieren.

Auch diese Therapieform ist bei Angststörungen sehr wirkungsvoll, ganz besonders bei Phobien wie Platzangst, Flugangst, Spinnenangst oder Höhenangst. Laut Studien überwinden mehr als 70 % der Patienten mit einer Agoraphobie, Klaustrophobie oder Flugangst dank der Konfrontationstherapie ihre Angstzustände.

Dabei gibt es zwei Formen, und zwar die massive und die gestufte Form der Konfrontation mit dem Angstauslöser.

Welche der beiden Varianten man auch wählt, am Ende des Tages wird man sich dem Auslöser der Angst stellen müssen und sie somit überwinden.

Die massive Konfrontation hat den Vorteil, dass relativ schnell das Maximum der Angst erlebt wird und damit auch überwunden werden kann. Allerdings benötigt der Angstpatient dafür auch sehr viel Kraft und vor allem Mut.

Die massive Konfrontationstherapie wird vor allem bei Panikstörungen, Tierphobien, Agoraphobie und sozialer Phobie angewandt.

Die gestufte Konfrontation gewöhnt den Angstpatienten langsam, also in Stufen an den Auslöser der Angst. Dabei wird das Vertrauen in sich selbst schrittweise gestärkt. Der Nachteil ist, dass es lange dauern kann, bis die Angst komplett überwunden wird. Eine gestufte Reizkonfrontation läuft in der Regel über mehrere Wochen bis hin zu einem Jahr.

Eine gestufte Konfrontationstherapie wird vor allem bei Phobien ohne Panikattacken angewandt, ebenso wie bei der Posttraumatischen Belastungsstörung. Diese Form der Therapie kann man sogar als Selbsttherapie durchführen.

Die gestufte Konfrontationstherapie, geht in mehreren Schritten vor. Im ersten Schritt werden Art und Ursache der Angst identifiziert und definiert. Dann wird über die Auswirkungen der Angst für das Leben der Patieneten gesprochen. So lernt der Betroffene, seine Angst als „hausgemacht“ und nicht realistisch zu erkennen und seine Wahrnehmung diesbezüglich zu korrigieren.

Als nächstes lernt der Patient bestimmte Techniken und Übungen, die er anwenden kann, bevor es schließlich an den letzen Schritt – die Konfrontation – geht. Wie diese aussieht, kann man sich sehr einfach vorstellen. Jeder hat schon einmal Bilder gesehen, in denen ein Arachnophobiker die riesige Vogelspinne zunächst sehr zögerlich, aber am Ende doch angstfrei in die Hand nahm. Mit einem Hypochonder geht man an einen Ort, wo weit und breit kein Arzt erreicht werden kann. Mit einem Akrophobiker geht man auf eine hohe Brücke. Wenn die Panik kommt – und das wird bei den ersten Versuchen garantiert so kommen! – werden die vorher erlernten Übungen und Techniken durchgegangen. Je öfter nicht nur die Übungen, sondern auch die Konfrontationen durchgeführt werden, umso stabiler wird der Patient werden. Er lernt die Angst zu steuern und zu beherrschen. Und letztlich ganz zu überwinden, weil er verstanden hat, wie unbegründet sie war. Am Ende wird der Betroffene stolz darauf sein, ohne Angst von der Brücke in die Tiefe zu schauen oder einen Python um den Hals zu tragen.