Panikattacken Ursachen

Angststörungen und Panikattacken sind eine der häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Jeder sechste Erwachsene leidet in unserem Land an einer krankhaften Angststörung! Alle diese Angstformen werden von den gleichen körperlichen Symptomen begleitet, und diese sind:

  • Nervosität und Atembeschwerden
  • Zittern und Schwitzen
  • Beschleunigter Herzschlag bis hin zu Herzrasen
  • Steigender Blutdruck
  • Schwindel und Übelkeit
  • Erweiterung der Pupillen
  • Ansteigen des Blutzuckerspiegels

Was sind jedoch die Ursachen für Ängste und Panikattacken? Wie bei vielen seelischen Erkrankungen, gibt es auch hier mehr als nur eine Ursache. Meistens wirken körperliche und seelische Ursachen zusammen.

Oft stecken hinter Panikattacken körperliche Ursachen, wie z.B. ein Mangel an Aminosäuren oder eine Schilddrüsenüberfunktion.

 

Körperliche Ursachen:

Ängste können durch ein chemisches Ungleichgewicht im Körper entstehen, wodurch oft eine ausschließlich medikamentöse Behandlung gerechtfertigt wird. Oft werden Anti­Depressiva verschrieben in der Hoffnung, dass das Problem damit schnell beseitigt werden kann. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass eine chemische Unausgewogenheit bislang nur eine Annahme ist, die noch keine wissenschaftliche Bestätigung gefunden hat. Gegen diese Theorie spricht, dass viele Menschen in wirklichen Gefahrensituationen überhaupt nicht mit Ängsten oder Panikattacken reagieren, dafür aber in scheinbar harmlosen Alltagssituationen.

Eine weitere Ursache für die Entstehung von Angststörungen und Panikattacken vermutet man in Erkrankungen der Schilddrüse, insbesondere bei einer extremen Überfunktion. Auch psychische Störungen wie Demenz oder Nervenerkrankungen wie Multiple Sklerose oder Parkinson bringt man mit dem Entstehen von Angsterkrankungen in Verbindung.

Auch Medikamente können Ängste und Panik auslösen bzw. verstärken. Oft ist dies bei Antibiotika oder Psychopharmaka der Fall. Das Gleiche gilt für Alkohol und andere Drogen – auch sie verändern Denken und Wahnehmung. Depressionen und Ängste sind oft die Folge von Alkohol­ oder Drogenmissbrauch. Aber auch der umgekehrte Fall ist nicht selten – nämlich dass Angsterkrankungen in die Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen führen.

Sind körperliche Ursachen für die Entstehung von Ängsten und Panikattacken auszuschließen, liegen diese meist im Bereich der Psyche.

 

Psychische Ursachen:

Viele Psychologen vertreten die Auffassung, dass Panikstörungen, Angsterkrankungen und auch Depressionen von einem ungelösten inneren Konflikt aus der Kindheit ausgelöst werden. Oft wird dieser Konflikt – also die wahre Ursache der Ängste ­ im Laufe der Jahre verdrängt. Kommt es später im Leben zu Panikattacken oder Angststörungen, weiß der Betroffene dann gar nicht, warum er diese Angst empfindet.

Ebenso können starke psychische Belastungen, aber auch permanenter Stress, Druck und Burnout zu Angsterkrankungen führen.

Eine weitere Annahme ist die sogenannte Lerntheorie, die von zahlreichen Psychologen vertreten wird. Diese geht davon aus, dass Angst sehr oft eine erlernte Reaktion ist. Beispiel: Eine Person, die gern Hunde mag und vertrauensvoll auf jeden

Vierbeiner zugeht, wird unerwartet schmerzhaft gebissen. Ab sofort begegnet diese Person Hunden mit Angst und Misstrauen. Dies kann sich zu einer dauerhaften Phobie vor Hunden entwickeln. Oder: Jemand, der gern und sicher Auto fährt, erleidet einen unverschuldeten Unfall. Ab sofort bereitet ihm das Fahren Unbehagen, das sich ebenfalls in eine handfeste Angst steigern kann.